Verleihung der Grimme Online Awards Preise für die besten Webseiten

In Köln wurden Freitag (21.06.2013) die Grimme Online Awards verliehen. Damit werden jährlich besonders gute Webangebote ausgezeichnet. Unter den Preisträgern sind Angebote von Arte oder auch der Deutschen Welle.


Durch 1.600 Webauftritte hatte sich die Nominierungskommission der Grimme Online Awards im Vorfeld geklickt. Ihre Mission: Das Gute im Netz finden. Am Ende standen 28 Web-Angebote auf der Liste der Nominierten und konnten sich somit Hoffnung auf die begehrte Auszeichnung machen.


Die Nominierten der Grimme Online Awards

Am Freitagabend (21.06.2013) wurde das Geheimnis schließlich gelüftet - und die Auszeichnungen für die besten Seiten bei einer festlichen Gala in Köln verliehen.

Twitter-Kampagne für Grimme Online Award ausgezeichnet

Zum ersten Mal ist eine Twitter-Kampagne mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Unter dem Hashtag #aufschrei hatten Nutzerinnen ihren Protest gegen alltäglichen Sexismus gebündelt. In der Begründung der Jury hieß es, erst durch Twitter habe die gesellschaftliche Diskussion über Sexismus an Dynamik gewonnen und sei dann in aller Breite auch in anderen Medien geführt worden. In der Kategorie Information wurden die Satire-Website Der Postillon und die Politplattform Politnetz aus der Schweiz ausgezeichnet. In der Kategorie Wissen und Bildung gewannen die interaktive Web-Doku Alma von Arte, die von Volontären der Deutschen Welle gestaltete Website Plan B und - als erster Podcast überhaupt - Soziopod, in dem philosophische und soziologische Themen besprochen werden. In der Kategorie Kultur und Unterhaltung wurden der Liveticker der 11Freunde und die Museumsplattform NRW geehrt. Der Publikumspreis ging an die bereits von der Jury ausgezeichnete Satire-Seite Der Postillon.


Stand: 21.06.2013, 21.37 Uhr


Kommentare zum Thema (11)

letzter Kommentar: 22.06.2013, 16.47 Uhr

a.crowley schrieb am 22.06.2013, 16.47 Uhr:
Ein Hashtag ist kein online-Angebot, es ist eine Twitter-Technik um tweets thematisch zu bündeln, zu taggen eben. Genausogut hätte man Ajax oder das Internet auszeichnen können. Praktisch läuft es natürlich darauf hinaus, eine Studienabbrecherin ausgezeichnet wird die versucht sich irgendwie auch noch in der Welt der webbasierten Kampagnen-NGOs zu etablieren und vor allem: ein Einkommen zu generieren. Das mit der Kampagne hat ja schon geklappt, ist ja auch nicht eben schwierig eine Gruppe Frauen zur Diskussion über Männer zu überreden. Nur mit dem Einkommen, das ist noch ausbaufähig, es gab zwar follow-up Interviews von einigen Mainstream-Medien, aber sonst? Diesen Missstand hat die Grimmy Online Jury zielgenau ins Auge gefasst mit ihrer diesjährigen Preisträgerin.
Zensur... schrieb am 22.06.2013, 14.29 Uhr:
...findet nicht statt. (Forschung 22.06.2013 11:10)
Elchtreiber schrieb am 22.06.2013, 12.35 Uhr:
Als hätte die Welt keine echten Probleme...
Friedrich Spee schrieb am 22.06.2013, 12.22 Uhr:
es tut mir leid, aber dies ist ein beispiel einer echten gleichschaltung. deutschland hat infolge prism und dergleichen groessere probleme, als preise zu verleihen an internetplatformen, die sich gegen sexismus einsetzen. anti-sexismus sozusagen als ein sicheres feld, in dem man sich politisch korrekt gefahrlos zivilcouragiert geben kann. mich widert das an. was wir brauchen ist politische courage gegen prism, EU, und GB.
Testversion schrieb am 22.06.2013, 11.19 Uhr:
Gute Idee, den Postillion für Information auszuzeichnen. Vielleicht bemerken dann die etablierten Medien, dass sie schon lange keine Inhalte mehr liefern, sondern mittlerweile genau so verschwurbelt formulieren wie Politiker.

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