Computerspiele-Messe: Gamescom startet mit Rekord
Mehr als 600 Unternehmen zeigen auf der Gamescom in Köln seit Mittwoch (15.08.2012) Software, Geräte und Zubehör für die interaktive Unterhaltung. So viele Aussteller gab es bei der Computerspiele-Messe noch nie. Ab morgen ist die Messe für alle Besucher geöffnet. Computerspieler können sich auf Neuheiten, aber auch auf alte Klassiker freuen.

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Auf der Gamescom werden die neueste Software, Geräte und Zubehör vorgestellt
Trotz Ausstellerrekord fehlen in diesem Jahr auf der Gamescom einige prominente Vertreter. So haben die Konsolenhersteller Microsoft und Nintendo abgesagt. Was ebenfalls zu fehlen scheint, ist das Geld. Angeblich fahren die Veranstalter mit der Gamescom 550.000 Euro Verlust ein. Der Bundesverband interaktie Unterhaltungssoftware, der die Messe mitveranstaltet, gibt sich indes gelassen. Das Branchentreffen habe mittlerweile einen "ganz großen Stellenwert im internationalen Kontext", so BIU-Vorstandssprecher Olaf Coenen. Das bestimmte Aussteller ein Jahr pausieren, komme immer wieder vor.
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Fortsetzungen im Trend
Die großen Aussteller, die zur Messe kommen, nutzen die Gamescom, um für die Fortsetzungen ihrer Erfolgsspiele zu werben. Electronic Arts zeigt mit "Fifa13" und "SimCity" neue Folgen aus etablierten Formaten. Ubisoft hat "Assassins`s Creed 3" im Gepäck und Lara Croft wurde für ihr neues "Tomb Raider"-Abenteuer lediglich überarbeitet.
Erstmals eigener Bereich für mobile Anwendungen

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Spiele-Apps fürs Smart-Phone werden immer beliebter.
Sony präsentierte sich bereits am Vorabend der Gamescom. Mit hochwertigen Eigenentwicklungen und einer Edition günstiger Klassiker will der japanische Konzern die in die Jahre gekommene Konsole Playstation 3 stützen. Außerdem wurden fünf neue Spiele-Marken vorgestellt. Bei Smartphone-Nutzern will der Technologie-Konzern mit Spiele-Klassikern punkten. Ab Herbst sollen über den Dienst Playstation Mobile "Spiele-Häppchen" für Android-Geräte angeboten werden. Nicht nur Sony richtet besonderes Augenmerk auf die mobilen Geräte: Die Messe widmet ihnen erstmals einen eigenen Bereich.
Online-Spiele haben starken Zulauf
- Audio: Gamescon: Viel Durchschnittsware, viele Wiederholungen, aber Neuerungen bei der Ästhetik [WDR 2] Tobias Plutat / Steffi Neu, WDR 2 Westzeit
Mehr Platz bekommen auch die Online-Spiele, die seit einigen Jahren massiven Zulauf haben und qualitativ teils an Konsolenspiele heranreichen. Bereits seit Montag (13.08.2012) diskutierten mehr als 2.000 Entwickler bei der "Games Developers Conference" über den massiven im Umbruch in der Branche. "Immer mehr Menschen spielen auf Smartphones und Tablet-Computern. Oder im Internet, ob im Browser oder bei Facebook", sagte Frank Sliwka, Europachef der Konferenz. Mancher Teilnehmer dürfte auch einen neuen Job finden - Entwickler sind derzeit heiß begehrt.
Wirtschaftliche Aussichten mäßig
Die wirtschaftlichen Aussichten der Branche sind derzeit allerdings durchwachsen. Der IT-Branchenverband Bitkom rechnet damit, dass der Umsatz in diesem Jahr auf 2,5 Milliarden Euro sinkt, ein Minus von 100 Millionen Euro. Ein Grund dafür ist das Alter der aktuellen Konsolengeneration: Xbox 360, Playstation 3 und Nintendo Wii sind bereits seit etlichen Jahren auf dem Markt. Nach wie vor sind Konsolen und PCs jedoch der größte Umsatzbringer. Ein weiterer Grund sind aus Sicht des Verbands die fallenden Software-Preise, vor allem weil günstige Apps für mobile Geräte und kostenlose Online-Spiele boomen.
Publikum ab Donnerstag
Am Mittwoch (15.08.2012) konnten sich zunächst Fachbesucher und Journalisten über die Trends der Branche informieren. Von Donnerstag bis Sonntag ist die Gamescom fürs allgemeine Publikum geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 250.000 Besuchern.
Stand: 15.08.2012, 19.07 Uhr
Kommentare zum Thema (3)
letzter Kommentar: 15.08.2012, 20:19 Uhr
- Floridante schrieb am 15.08.2012, 20:19 Uhr:
- Ich bin auch computerspielsüchtig. Ich spiele gern Mahjong. Das Bekämpfen von Drachen und Ungeheuern mag ich nicht.
- Dieter schrieb am 15.08.2012, 14:42 Uhr:
- Fallende Software Preise?
- Horst schrieb am 15.08.2012, 14:41 Uhr:
- Warum diese "kostenlosen" Onlinespiele so erfolgreich sind kann ich persönlich nicht nachvollziehen ich bin da wohl zu altmodisch und mag diese kurzweiligen bunten Point n Klick Programme nicht, der mainstream scheints allerdings ganz toll zu finden....
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