Angeklickt: Meine Daten gehören mir
"Graph Search" ist die neue Suchfunktion von Facebook, die eine ganz andere Art von Fragen erlaubt. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Daten abgegriffen werden und was man über sich preisgeben möchte. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch Werkzeuge wie "Facebook Report" von "Wolfram Alpha". Hier sieht man genau, was das soziale Netzwerk über einen weiß.

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Der "Social Graph" von Facebook
"Graph Search" – so heißt die neue Suchfunktion in Facebook, die schon bald starten soll. Anstatt zu fragen: Wo kann man super wandern gehen? Fragt man: Wo wandern eigentlich meine Freunde? Und Facebook liefert konkrete Antworten. Eine ganz neue Art, nach Infos zu suchen. Bevor man gleich Schnappatmung wegen möglicher Datenschutzprobleme bekommt: Für sich betrachtet ist die Idee mit der neuen Suchfunktion gar nicht schlecht. Empfehlungen sind schließlich das, was wir von Freunden hören wollen. Wenn Freunde eine Band mögen oder einen Naturpark bevorzugen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mir das auch gefällt – oder ich mich zumindest dafür interessiere. Alles, was auf Facebook veröffentlicht wird, kann von der neuen Suchfunktion genutzt werden.
Neue Art der Suche
Was anders ist als bei anderen Suchmaschinen: Jeder User bekommt andere Antworten, weil die Antworten von den Erfahrungen, Erlebnissen und Infos der Freunde abhängen, mit denen man über Facebook vernetzt ist. Ob sich das in der Praxis bewähren wird, muss sich erst zeigen. Fest steht: Die neue Suchfunktion macht Daten und Informationen, die jeder einzelne auf Facebook veröffentlicht, noch besser sichtbar. Man muss noch sorgfältiger überlegen, was man bei Facebook macht.
Sicherheitseinstellungen überprüfen
Denn es ändert sich eben doch so manches. Fotos beispielsweise, die man vor zwei Jahren bei Facebook veröffentlich hat, sieht normalerweise kaum noch jemand. Die neue Suchfunktion "Graph Search" holt sie wieder ans Tageslicht. Dasselbe gilt für Postings jeder Art. Deswegen ist es wichtiger denn je, sich mit den Sicherheitseinstellungen vertraut zu machen. Bei jedem Posting lässt sich angeben, wer es sehen darf und das kann auch nachträglich noch korrigiert werden. Das gilt auch für Fotoalben. Auch die allgemeinen Datenschutzeinstellungen gehören regelmäßig überprüft, damit Privates auch privat bleibt.
Intensive Datenauswertung
Grundsätzlich ändert sich nichts: Was nur Freunde sehen dürfen, das erfahren auch künftig in der neuen Suchmaschine nur die Freunde. Aber die eigenen Daten werden intensiver ausgewertet. Das gilt mehr oder weniger für alle sozialen Netzwerke, auch für Google+. Die Privatsphäreeinstellungen sollte man überall ernst nehmen und kontrollieren.
Facebook-Statusreport bei "Wolfram Alpha"

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"Facebook Report" von "Wolfram Alpha"
Manchmal ist es schwierig einzuschätzen, was ein Onlinedienst wie Facebook alles über einen weiß. Da kann es helfen, sich das zeigen zu lassen. Ein Beispiel ist der neue Facebook-Report der Such-und-Anwort-Maschine "Wolfram Alpha". Hier bekommt man einen übersichtlichen, sehr ausführlichen Statusbericht über die eigene Online-Präsenz bei Facebook: Wer sind meine Freunde, wie bin ich vernetzt, was gebe ich über mich preis?
Den Report kann jeder abrufen: Einfach auf die Startseite von "Wolfram Alpha" gehen, den Facebook-Report anklicken, die Zugangsdaten eingeben – und wenig später erscheint der ausführliche Bericht. Derzeit allerdings nur in Englisch, dafür aber sehr aufschlussreich. Je mehr ich auf Facebook preisgebe, umso ausführlicher ist der Bericht. Facebook selbst bietet übrigens auch einen Report über die eigenen Daten an.
Stand: 08.02.2013, 15.50 Uhr
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