Aussage bringt keine Klarheit: Gutachter im Envio-Prozess muss nacharbeiten
Sind die Erkrankungen von Envio-Mitarbeitern auf erhöhte PCB-Mengen in ihrem Blut zurückzuführen? Eine klare Verbindung könne nicht hergestellt werden, sagte ein Gutachter am Mittwoch (04.07.2012) im Envio-Prozess aus. Jetzt sollen weitere Untersuchungen folgen.
Kommentare zum Thema (19)
letzter Kommentar: 05.07.2012, 13:55 Uhr
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- Klaus Lohmann schrieb am 05.07.2012, 13:55 Uhr:
- @ Bulli1: Wenn Sie die Lynchjustiz des chinesischen Hinterwäldler-Mobs als "Staatsform" ansehen, sind Sie hierzulande aber völlig falsch aufgehoben.
- Bulli1 schrieb am 05.07.2012, 12:33 Uhr:
- Was geschah mit den Milchpanschern in China? Manchmal wünschte man sich eine Staatsform, wie die in China! Die Laschheit von Verfahren gegen Verbrecher ist nicht auszuhalten!
- Heinz Faßbender schrieb am 05.07.2012, 10:24 Uhr:
- Es gibt überhaupt keinen Beweis? Warum sind nur die Menschen schwer krank geworden die dort gearbeitet haben oder mit dem Gift in Berührung gekommen sind und andere Menschen nicht. Wenn hier keine Kausalität vorliegt fresse ich ab sofort einen Besen. Hat die BG wenigsten den Menschen geholfen - und was sagt der BG - Gutachter zu den Vergiftungsfolgen. Oder liegen wie so oft in diesem Lande Gefälligkeitsabsprachen vor - weil der "Kleine Mann/Frau" immer der dumme bleiben soll. Wenn dann Menschen bei Zwangsversteigerungen durchdrehen – wie gestern in Karlsruhe – dann liebe – Abzocker – seit ihr es selbst schuld.
- dobby.s schrieb am 05.07.2012, 07:24 Uhr:
- Die Gesetze, die hier angewandt werden, sind Bundesgesetze. Da hat NRW nix mit zu tun. Der Gutachter wurde von der StA beauftragt. Und bei PCB gibt es - wie bei vielen anderen Giftstoffen - keine klare Ursache-Wirkungs-Beziehung. Das gilt auch für die vielen Stoffe in den Zigaretten, deshalb dürfen die ja auch noch verkauft und ohne Schutzkleidung benutzt werden. Trotzdem weiß jeder Depp, das die ungesund sind. Wer andere absichtlich und aus profitgier mit einem potentiell giftigen Stoff in Berührung bringt, begeht Körperverletzung, auch wenn der "Taterfolg" nicht sofort sichtbar eintritt. Und ich hoffe, dass das Gericht dies auch so feststellen wird.
- didi schrieb am 05.07.2012, 06:55 Uhr:
- Ein Kölner Richter soll mal gesagt haben "wer in einer Bananenrepublik reisen möchte brauche nur mit der KVB fahren!!"
- Klaus Lohmann schrieb am 05.07.2012, 00:17 Uhr:
- Die Kommentare zeigen, dass fast Niemand über die Hintergründe informiert ist. Es war *allen* Beteiligten schon *vor* dem Prozess klar, dass die *herkömmliche* Prozessordnung eine konkrete Schädigung verlangt, die bei PCB-Kontamination *mangels konkreter medizinisch-wissenschaftlicher Untersuchungen* aus der Vergangenheit nicht nachgewiesen werden *kann*. Und die Staatsanwaltschaft hat ebenso vorher deutlich gemacht, dass sie diesen Prozess zur Etablierung der Beweislast-*Umkehr* - quasi als Musterprozess - nutzen möchte. Also verläuft der Prozess bislang im erwarteten Rahmen, womit aber keine Aussage über den Ausgang getroffen werden kann.
- wkortlang schrieb am 04.07.2012, 20:39 Uhr:
- Ob es in NRW eine funktionierende Justiz gibt? Ja sicher gibts die! Die Justiz funktioniert genau so wie es die Regierung für richtig hält! Und die Gesetze werden selbstverständlich niemals so geändert, dass die Geschädigten irgend eine Chance hätten. Da sind alle einflussreichen Kräfte dagegen.
- Hmm schrieb am 04.07.2012, 20:37 Uhr:
- Der, übrigens vom Gericht und nicht der Verteidigung/Anklage, bestellte Gutachter, macht das, was er machen soll. Nämlich eine objektive Einschätzung abgeben und nicht Vermutungen anstellen. Klar spricht viel für die Argumente der Anklage, aber es muss bewiesen sein. Ihr würdet auch nicht wollen, dass man euch an die Karre fährt, weil irgendwer etwas vermutet. Deshalb ist es bei solchen Jobs wichtig, regelmäßig zum Doc zu gehen und die Blutwerte checken zu lassen, um einen Verlauf darlegen zu können. Auch ein Sani, der sich an einer Spritze verletzt, muss unverzüglich einen Bluttest machen, um hinterher beweisen zu können, dass er zum Zeitpunkt der Verletzung keine Antikörper gegen irgendeinen Erreger im Blut hat. Sonst könnte ja jeder Hep oder HIV-Infizierte Sani zu einem beliebigen Zeitpunkt behaupten, dass er sich auf der Arbeit angesteckt hat. Würdet ihr als Chef keinen Nachweis fordern und einfach so zahlen? Sicher nicht
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