WDR-Konferenz "Vielfalt": Kulturelle Vielfalt gestalten - aber wie?
Kulturelle Vielfalt ist im WDR und in vielen anderen Unternehmen gelebte Normalität. Vielfalt kann dabei Chance und Herausforderung zugleich sein. Wie stellen sich Medien, Wirtschaft und kommunale Verwaltungen darauf ein? Darüber ist am Dienstag (23.10.2012) auf einer WDR-Konferenz im Kölner Funkhaus diskutiert worden.

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Der WDR lädt ins Funkhaus zur Konferenz "Vielfalt"
Wie wird Vielfalt im betrieblichen Alltag gelebt? Welche Strategien haben sich in der Praxis bewährt? Diese und mehr Fragen hat der WDR am Dienstag (23.10.2012) im Rahmen der Konferenz "Vielfalt gestalten - in Unternehmen, Medien und Stadtgesellschaft" diskutiert. Dabei sollte bei den Teilnehmern ein Austausch über Erfolge und Hürden ebenso im Vordergrund stehen wie auch die Erkenntnisse aus bisherigen Erfahrungen. WDR-Intendantin Monika Piel sagte zur Eröffnung der Veranstaltung: "Die Förderung interkultureller Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich. Besonderen Wert legen wir dabei darauf, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den WDR zu gewinnen und zu professionalisieren, unter anderem mit der Talentwerkstatt ,Grenzenlos’, die sich sehr erfolgreich entwickelt hat."
Umfrage unter WDR-Mitarbeitern
Im Vorfeld der Konferenz hatte der WDR - erstmals in der deutschen Medienlandschaft - eine Befragung zum Thema unter all seinen Mitarbeitern durchgeführt. Dabei kam heraus: Für eine große Mehrheit der Beschäftigten des WDR ist kulturelle Vielfalt gelebter Alltag, vor allem am Arbeitsplatz im Kölner Sender. 80 Prozent der Befragten gaben an, im Beruf mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zu tun zu haben, fast die Hälfte sogar täglich. 70 Prozent haben privat im Familien- und Freundeskreis entsprechende Berührungspunkte. Über Social Media im Internet sind es 55 Prozent. Insgesamt 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich an der Umfrage beteiligt. "Spannend an den Zahlen ist, dass die WDR-Mitarbeiter am häufigsten im Sender auf Menschen unterschiedlicher Herkunft treffen, häufiger als in ihren Familien und in sozialen Netzwerken. Damit ist der WDR ein ganz wesentlicher Faktor und Treiber für interkulturelle Alltagserfahrungen", erklärte Wolfgang Schmitz, WDR-Hörfunkdirektor und Vorsitzender des Beirats für Integration und Vielfalt.
Panel-Gespräche und Workshops

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Pinar Atalay moderiert mit Till Nassif die Konferenz
Die von Pinar Atalay und Till Nassif moderierte Konferenz "Vielfalt" ist zweigeteilt: Am Dienstagvormittag finden neben Grußworten von WDR-Intendantin Monika Piel oder NRW-Integrationsminister Guntram Schneider Gespräche und Panel-Diskussionen statt. Zum Thema "Vielfalt gestalten in der Praxis von Unternehmen, Medien und Stadtgesellschaft" diskutierten unter anderem Tina Jelveh (Bürgermeisterin von Herne), Sonia Mikich (Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR Fernsehens) oder NRW-Integrationsminister Guntram Schneider. Danach stand das Thema "Vielfalt und Publikumswandel: Die Rolle der Medien" im Mittelpunkt der Diskussion, unter anderem mit Thomas Kreyes (Generalsekretär und Integrationsbeauftragter der RTL Mediengruppe Deutschland), Sheila Mysorekar (Vorsitzende der Neuen Deutschen Medienmacher e.V.) und Dr. Gualtiero Zambonini (Beauftragter für kulturelle Vielfalt und Integration des WDR).
Am Dienstagnachmittag konnten sich die Teilnehmer der Konferenz dann in drei Workshops austauschen: "Personalmarketing und betriebliche Aus- und Fortbildung", "Unternehmenskommunikation und Profilbildung" sowie "Vielfalt im Arbeitsalltag". 25 Unternehmen sind an den Workshops und der Konferenz beteiligt: von der Bertelsmann Stiftung über die Deutsche Telekom, Henkel, Mediengruppe RTL oder der Vodafone-Stiftung Deutschland bis hin zu Stadtverwaltungen oder dem Regierungsbezirk Arnsberg.
Deutsche Post als "vielfältigster Arbeitgeber" ausgezeichnet
Viele Unternehmen und Verwaltungen setzen sich beispielhaft für kulturelle Vielfalt ein. So hat die Deutsche Post DHL bereits 2011 den Deutschen Diversity-Preis als „Vielfältigster Arbeitgeber“ gewonnen. Dem Unternehmen geht es dabei um die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen für Mitarbeiter mit Migrationshintergrund - und damit um ein gutes Betriebsklimas. Helfen sollen dabei der betriebsinterne Sportverein "FC Post" sowie "Camp4us", ein Ferienlager für Mitarbeiterkinder. Diese Angebote sollen die Angst vor kulturellen Unterschieden in der Freizeit zu überwinden. Mit dem Konzept MIDEAL (Miteinander in der Arbeit leben) soll zudem ein Bewusstsein geschaffen werden, welches sich proaktiv gegen Diskriminierung und Gewalt im betrieblichen Alltag richtet.
Mehr Migranten bei der Düsseldorfer Polizei

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F. Yildiz und S. Baalasingam werben für die Düsseldorfer Polizei um Migranten
Die Düsseldorfer Polizei, ebenfalls auf der Konferenz vertreten, stellt derzeit vermehrt Menschen mit Migrationshintergrund ein. Etwa fünf Prozent der Polizeibeamten in der Landeshauptstadt haben bereits einen Einwanderungshintergrund. Nach dem Willen von Polizeipräsident Herbert Schenkelberg soll sich diese Zahl in Zukunft noch verdoppeln. In ihren Reihen soll sich die die Bevölkerung widerspiegeln, so der Wunsch der Behörde. Schließlich ist es auch für die Polizei wichtig, die Milieu- und Sprachkenntnisse von Beamten aus Einwandererfamilien nutzen zu können.
Zentrale Rolle für Bezirksvertretung Arnsberg
Auch die Bezirksregierung Arnsberg berichtete auf der Konferenz von ihren Erfahrungen. Dem in Arnsberg angesiedelten "Kompetenzzentrum für Integration" kommt in der Ausführung des im Februar 2012 verabschiedeten Integrationsgesetzes eine zentrale Rolle zu: Mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien (RAA) entscheidet es landesweit über die Verteilung derjenigen Personen, die neu nach NRW zugewandert sind. Gleichzeitig fördert die Bezirksregierung selbst Projekte, wie etwa seit 2007 die "Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler e.V." (VIRA) in Düsseldorf.
Stand: 23.10.2012, 13.27 Uhr
Kommentare zum Thema (8)
letzter Kommentar: 25.10.2012, 13:56 Uhr
- RechtsDaumenLinks schrieb am 25.10.2012, 13:56 Uhr:
- Wo bitte schön gibt es denn hier kulturelle Vielfalt, Menschen mit anderer Hautfarbe oder die Dönerbude an der Ecke kann es ja nicht sein, oder? Wo also bitte ist Sie diese Vielfalt? Und was zum Henker ist kulturelle Bereicherung? Trotz all der hier lebenden Migranten fühle ich mich ehrlich gesagt kein Stück bereichert(ok evtl. durch die Peruanische Panflöten Band in der Fußgängerzone). Restaurants sind es nicht, die erweitern meinen Speiseplan aber nicht meinen Horizont. Religion ist es nicht da der Islam als solche in Deutschland nicht anerkannt ist(Aleviten ausgenommen). Moscheen sind es auch nicht, das ist Architektur(wenn man Glück hat) Kriminalität ist es auch nicht(gibt genug deutsche Kriminelle wird also nur ergänzt, nicht bereichert). Hm...Sprachen vielleicht, aber das hilft ja nicht wenn man die andere nicht versteht. Also wie genau sieht Sie aus die Vielfalt und Bereicherung? Helft mir also bitte mal auf die Sprünge was genau das eigentlich sein soll.
- no future schrieb am 24.10.2012, 04:37 Uhr:
- Ich liebe und praktiziere Vielfalt, habe sogar einen muslimischen Trauzeugen. Die Realität ist aber, dass Muslime keine Vielfalt wollen. Auch sind sie in ihrer Mehrheit in Deutschland keine Demokraten. Wir riskieren in Deutschland also derzeit alles: Unsere Demokratie, den Fortbestand unserer Kultur und die Vielfalt! Das Menschenexperiment ist größer als das des Sozialismus/Kommunismus. Dass wir eine neue Prüderie und ein reaktionäres Patriachat in unsere Gesellschaft gepflanzt bekommen, ist dabei noch das Geringste. Offiziell haben wir 4 Mio Muslime, tatsächlich aber bereits über 9 Mio. Viral Öger (Ögertours) sagt es sehr offen: "Die Zeit der Deutschen läuft ab"!
- WDR.de schrieb am 23.10.2012, 18:34 Uhr:
- Kommentar gelöscht.
- Herrmann Hasse schrieb am 23.10.2012, 18:16 Uhr:
- Wenn ich kulturelle Vielfalt erleben moechte, mach ich in Urlaub im Ausland. Diesen ganzen "von Oben" verordneten "Multikulti-Toleranz"-Terror bei uns find` ich ehrlich gesagt "zum Kotzen"! Wir sind die wahren Tibeter!
- Stefan schrieb am 23.10.2012, 13:39 Uhr:
- Wieso werden solche Kommentare nicht gelöscht? Besonders der von Nomusels ist ja widerlich!
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