Die Macht ist erwacht

Die Macht ist erwacht

Von Andreas Sträter

Die vergangene Nacht gehörte Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Rey und Kylo Ren: Der neue "Star Wars"-Film "Das Erwachen der Macht" hat in den deutschen Kinos Premiere gefeiert. Allein im Bochumer Ruhrpark lief er in 14 Sälen. Eine gelungene Fortsetzung? Wir haben die Fans gefragt.

Star Wars Premiere

Der Hype war gewaltig, die Erwartungen nahezu galaktisch: Ist es gelungen, die legendäre "Star Wars"-Trilogie von George Lucas über 30 Jahre nach den ersten drei Filmen glaubwürdig und schlüssig weiterzuerzählen? "Ja, der Film ist sehenswert – ohne Abstriche", sagt Dennis Olbrich (25) aus Sprockhövel am Donnerstag (17.12.2015) nach der Mitternachtspremiere in Bochum. Zwei Tage lang verordnete sich der Fan absolutes Internetverbot, um den Film ohne vorheriges Wissen genießen zu können. "Und das hat sich gelohnt."

Der Hype war gewaltig, die Erwartungen nahezu galaktisch: Ist es gelungen, die legendäre "Star Wars"-Trilogie von George Lucas über 30 Jahre nach den ersten drei Filmen glaubwürdig und schlüssig weiterzuerzählen? "Ja, der Film ist sehenswert – ohne Abstriche", sagt Dennis Olbrich (25) aus Sprockhövel am Donnerstag (17.12.2015) nach der Mitternachtspremiere in Bochum. Zwei Tage lang verordnete sich der Fan absolutes Internetverbot, um den Film ohne vorheriges Wissen genießen zu können. "Und das hat sich gelohnt."

Georg Post (25) findet, dass der Film "Das Erwachen der Macht" auf der ganzen Linie als stark erzähltes Weltraumabenteuer überzeugt. "Im Film gibt es einen Überraschungsmoment, der Platz für Neues schafft. Mehr will ich nicht verraten." Auch wer noch keinen Teil der Science-Fiction-Reihe gesehen habe, würde die siebte Episode der Saga ohne Probleme verstehen, sagt Post. "Ich finde allerdings, dass der Film relativ lange braucht, um in Fahrt zu kommen."

"Das war eine tolle neue Geschichte, die ein guter Startpunkt für die nächsten Filme ist", urteilt Ben Vodjugbe aus Essen. Der 24-Jährige ist schon ganz gespannt, wie die Geschichte um die Einzelgängerin Rey, den fahnenflüchtigen Stormtrooper-Soldaten Finn und den Piloten Poe Dameron weitergeht. "Der Bösewicht des neuen Films kam am Anfang geradezu nett rüber, doch dann hat er sein wahres Gesicht gezeigt", sagt der Essener.

Christopher Zoche (20) war im Vorfeld vor allem wichtig, dass die Aufnahmen nicht zu künstlich und comicartig wirken. "Das war immer der Reiz der "Star-Wars"-Saga", sagt der Bochumer. Nach der Mitternachtspremiere im Bochumer Ruhrpark waren sich die Fans einig, dass die eingesetzten Tricks immer der Story dienen und nie Selbstzweck sind. Der Regisseur JJ Abrams arbeitete mit riesigen Filmkulissen statt Landschaften aus dem Computer. Zu sehen sind echte Explosionen und nicht nachträglich ins Bild gezeichnete Feuereffekte.

"Star Wars" sei ein Blockbuster wie aus einer anderen Galaxie, findet Tobias Berker aus Bochum. "Ich bin mit dieser Filmreihe aufgewachsen, das war heute ein bisschen Kino-Magie", sagt der 37-Jährige, der schon tagelang gespannt war auf den 135 Minuten langen Film. "Für mich war klar, dass ich heute dabei sein musste."

Sebastian Arens will den Film in den nächsten Tagen noch mal sehen. "Da gibt es so eine Detailfülle, das muss man sich erneut angucken", sagt der 23-Jährige aus Hattingen. "Die neuen Figuren gefallen mir schon sehr gut, aber ihre Geschichte muss noch weiter erläutert werden", ergänzt er. "In den nächsten Filmen werden wir da bestimmt noch Überraschungen erleben". Im aktuellen Teil darf auch die alte Generation ran: Fans der Reihe dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Harrison Ford als Han Solo und Carrie Fisher als Prinzessin Leia freuen.

Stephanie Linnemann aus Hattingen hat sich einen Tag freigenommen, um die siebte Episode am Tag nach der Mitternachtspremiere verdauen und rekapitulieren zu können. Ihr gefällt die Weltraum-Saga, weil in opulenten Bildern das Märchen von Gut und Böse erzählt werde. Besonders gut findet sie, dass auch der neue Film nach über 30 Jahren dem Geist der Serie treu geblieben ist. "Das ist einfach eine ganz tolle Filmreihe", urteilt die 39-Jährige.

Melina Olbrich hätte zwar nicht auf Popcorn, wohl aber auf die 3D-Brille verzichten können. "Die Raumschiffe kommen einem schon sehr nahe, aber 2D hätte gereicht", findet sie. Die 22-Jährige aus Sprockhövel sei eigentlich gar kein Science-Fiction-Fan, doch "Star Wars" liebe sie, sagt sie. "Die Geschichte ist ein modernes Märchen, eine Zukunftsvision." Den neuen Film findet sie sehr stark. "Die vielen Eindrücke muss ich erst noch verdauen."

Christina Wachter aus Gladbeck ist ein Glückspilz. Das Kino-Ticket löste sie erst einen Tag vor der großen Premiere. "Ich war sehr überrascht, dass es da noch Karten gab." Auch für sie hat sich das lange Aufbleiben gelohnt. Sogar ihr Lieblingscharakter hatte einen Auftritt in dem Film. Der putzige Computer-Veteran R2-D2 wurde nicht verschrottet worden, kam aber erst im Film-Finale ins Spiel.

Jana Damstädt will sich den Film kommende Woche gleich noch mal in der Essener Lichtburg anschauen – dann allerdings im englischen Originalton. Ihr Urteil: "Ich habe alle "Star-Wars"-Bücher gelesen, deshalb hätte mich gefreut, wenn diese Bücher auch verfilmt worden wären." Stattdessen hat "Star Wars"-Drehbuchautor Lawrence Kasdan das Skript von "Das Erwachen der Macht" mit offenem Ende geschrieben, das Lust auf die nächsten Folgen machen soll. Die sollen 2017 und 2019 in die Kinos kommen.

Stand: 17.12.2015, 05:00 Uhr