BVB vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt

BVB-Trio Aubameyang, Reus, Kagawa

Borussia-Tormaschine wird gefordert

BVB vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt

Der Gegner ist gefestigt, spielt kompakt und bekam im bisherigen Saisonverlauf extrem wenig Gegentore. Dennoch ist Borussia Dortmund im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt hochfavorisiert. Besonders gefordert: Die Offensivabteilung.

Mit der Mannschaft konnte er diese Woche nicht trainieren, gegen Aufsteiger FC Ingolstadt soll Marco Reus trotz Problemen nach auskurierter Leistenverletzung aber wieder in der Startelf von Borussia Dortmund stehen. Denn die Verantwortlichen beim Tabellenzweiten der Bundesliga wissen ganz genau: Gegen das extrem gut organisierte Team von Ralph Hasenhüttl muss in der BVB-Offensive jedes mögliche Register gezogen werden.

Gerade einmal 18 Gegentreffer bekamen die Ingolstädter in ihren bisher 18 Bundesligaspielen - nur bei Tabellenführer Bayern München schlug es weniger im Kasten ein. Der FCI präsentiert sich in seiner ersten Erstligasaison kompakt und gefestigt, gerade in der Defensive greift ein Rad ins nächste.

Hinspiel als Mutmacher

Eine einzige Partie gab es im Saisonverlauf, in der die Ingolstädter hinten aus der Balance gerieten: Beim 0:4 im Hinspiel gegen den BVB, als nach torloser erster Hälfte im zweiten Abschnitt Ginter, Reus, Kagawa und Aubameyang trafen. Damals der große Trumpf der Dortmunder: Risikoreiches Tempospiel, schnelle Kombinationen, überraschende Aktionen - so soll es auch im Rückspiel gegen den FCI klappen.

BVB-Offensiv-Dreieck soll zünden

In der Offensive ruhen die Hoffnungen der Schwarz-Gelben neben Reus auf Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang, der in jedem Heimspiel in dieser Saison mindestens einmal getroffen hat. Und natürlich auf Henrikh Mkhitaryan, dem allein in der Bundesliga schon sieben Tore und zwölf Torvorlagen gelückt sind. "Ich befinde mich in der besten Zeit meiner Karriere", meinte der Armenier im Laufe dieser Woche auf dem hauseigenen TV-Kanal "BVBtotal!".

Zudem lobte der offensive Mittelfeldmann Coach Thomas Tuchel und die damit verbundene neue Lockerheit im Team. Tuchel sei ein "guter Trainer und guter Kerl", der ihn gelehrt habe über eine vergebene Chance auch "einfach mal zu lachen".

Torres im Visier

Oliver Torres (l.)

Soll kommen: Oliver Torres (l.)

Ob die BVB-Offensive demnächst weiteren Zuwachs erhalten wird, entscheidet sich derweil rund um das Ingolstadt-Spiel herum. Nach der gescheiterten Verpflichtung des Mainzers Yunus Malli verstärkt der BVB offenbar seine Bemühungen um Oliver Torres von Atlético Madrid.

Der spanische U21-Nationalspieler hat in Madrid noch einen Vertrag bis 2018, kam in dieser Saison bei Atlético aber nur sporadisch zum Einsatz. In der vorigen Spielzeit war Torres an den FC Porto verliehen, wo er zum Stammspieler wurde. Der torgefährliche offensive Mittelfeldspieler kann sowohl zentral als auch auf beiden Außenpositionen spielen und würde gut in das Anforderungsprofil von Thomas Tuchel passen. Nach den Abgängen von Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) und Leihspieler Adnan Januzaj (zurück zu Manchester United) will der BVB offensiv unbedingt noch etwas tun.

Stand: 29.01.2016, 11:56