Düsseldorfer Medienhafen als Triathlon- Hotspot

Düsseldorfer Medienhafen als Triathlon- Hotspot

Düsseldorf war am Wochenende Europas Triathlon-Hauptstadt. Am Samstag trat die Elite zu den Sprint-EM an, gestern kämpften beim Volks-Triathlon rund 2.000 Hobbysportler im Schwimmen, Radfahren und Laufen um den Sieg.

Das Triathlonpublikum auf der Fußgängerbrücke des Hafenbecken

Großer Andrang auf der Fußgängerbrücke, die den Düsseldorfer Medienhafen überquert. Jeder der Zuschauer will einen guten Platz auf das Hafenbecken des Rheins haben, in dem die Athleten 750 Meter zurücklegen müssen. Rund um das Becken herrscht regelrechte Stadionatmosphäre. Besonders spannend ist der Wechsel nach dem Schwimmen aufs Fahrrad.

Großer Andrang auf der Fußgängerbrücke, die den Düsseldorfer Medienhafen überquert. Jeder der Zuschauer will einen guten Platz auf das Hafenbecken des Rheins haben, in dem die Athleten 750 Meter zurücklegen müssen. Rund um das Becken herrscht regelrechte Stadionatmosphäre. Besonders spannend ist der Wechsel nach dem Schwimmen aufs Fahrrad.

Alle Teilnehmer wollen nach den 750 Metern im Hafenbecken eine möglichst gute Ausgangsposition für das Radfahren haben. Deshalb gibt's beim Ausstieg aus dem Rheinwasser einiges Gedrängel. Jedoch immer nach dem Motto: Hart aber fair!

Nach den anstrengenden Runden im Rheinhafenbecken geht's für die Triathleten aufs Fahrrad: Gut 20 Kilometer ist die Strecke quer durch die Düsseldorfer City lang, dabei wird auch die Rheinkniebrücke mehrmals überquert. Überall an der Strecke stehen viele Tausend Zuschauer, die die Athleten anfeuern.

Begehrtes Fotoobjekt ist das Düsseldorfer Stadt-Maskottchen - vor allem natürlich bei den kleinen Triathlon-Fans beliebt. Überall an den Strecken sind die Zuschauer ganz nah dran an den Athleten.

Nach den schweißtreibenden 20 Kilometern auf dem Fahrradsattel heißt es für die Aktiven: Weg mit dem Rad, rein in die Laufschuhe. Zum Abschluss des Sprint-Triathlons stehen ihnen noch fünf Kilometer auf der Straße bevor. Am Rheinufer entlang, am Landtag vorbei und auch am Düsseldorfer WDR-Funkhaus.

Das komplette Triathlon-Geschehen findet am Fuße des Düsseldorfer Rheinturms und des WDR-Studios statt.

Erst im Schlussspurt holt sich Laura Lindemann aus Potsdam den Europameistertitel. Die 20- Jährige fliegt auf den letzten 200 Metern an ihren Konkurrentinnen vorbei. Am Ende braucht die Deutsche bei ihrem Heimspiel etwas mehr als eine Stunde für die Düsseldorfer Strecke und hat gerade einmal drei Sekunden Vorsprung vor der Zweiten.

Die Athletinnen sind nach dem Sprint-Triathlon erst mal ziemlich fertig. Der Flüssigkeitsverlust auf der Strecke muss mit vielen Getränken ausgeglichen werden. Und dann wird das Rennen mit den Konkurrentinnen noch mal durchgesprochen.

Siegerehrung bei der Triathlon-Europameisterschaft im Düsseldorfer Medienhafen: Ganz oben auf dem Treppchen steht die Deutsche Laura Lindemann. Silber holt die Schweizerin Jolanda Annen und Bronze geht an die Tschechin Vendula Frintova. Die weiteren Platzierungen der Deutschen: Anja Knapp wurde Zehnte, Sophia Saller kam auf Rang 17, Anabel Knoll belegte Platz 20.

Für Laura Lindemann geht mit dem EM-Titel ein Traum in Erfüllung. Die 20-Jährige aus Potsdam hatte noch vor dem Wettkampf tiefgestapelt: "Von einer Medaille möchte ich gar nicht sprechen, aber wenn es klappt, wäre es super". Die engen Strecken durch die Düsseldorfer City und das Rheinbecken liegen Laura offensichtlich. Denn sie war vor zwei Jahren hier in Düsseldorf schon Deutsche Meisterin geworden.

Bei den Männern setzte sich der Portugiese João Pereira durch. Bester einheimischer Starter war der Saarbrücker Lasse Nygaard-Priester als Sechster. Acht Sekunden fehlten ihm auf den Bronzerang.

Stand: 24.06.2017, 17:43 Uhr