Ire überrascht beim Münsterland Giro

Ire überrascht beim Münsterland Giro

  • Fotofinish vor Münsters Schloss.
  • 26-jähriger Ire stielt Top-Sprintern die Show.
  • 4.500 Fahrer beim Jedermann-Rennen.

Pünktlich um 11.55 Uhr ging es am Dienstag (03.10.2017) am Kirchplatz in Wadersloh für die Profis auf die 200 Kilometer lange Strecke. Quer durch Beckum, vorbei an Oelde, Ennigerloh, Beelen und Warendorf und schließlich über Ostbevern führte die Route das hochkarätig besetzte Fahrerfeld nach Münster.

Mit dabei waren unter anderem André Greipel, Marcel Kittel, Mark Cavendish, Tony Martin und Alexander Kristoff. Zeitfahr-Weltmeister Martin war es dann auch, der eine Ausreißergruppe um sich scharte und dem Hauptfeld auf 4 Minuten davon fuhr.

Fotostrecke zum Münsterland Giro 2017

Tolle Rennen, packende Zielsprints, ein stark besetztes Fahrerfeld und ein buntes Rahmenprogramm mit Trialshow und Fahrradball - das alles bot der Münsterland Giro 2017.

Ein Fahrer wechselt einen Reifen.

Ärgerlich: In Windeseile muss dieser Teilnehmer noch einen platten Reifen wechseln, bevor es für ihn losgehen kann.

Ärgerlich: In Windeseile muss dieser Teilnehmer noch einen platten Reifen wechseln, bevor es für ihn losgehen kann.

Die Teilnehmer des "Jedermann-Rennens" warten auf den Startschuss.

Egal ob Mann oder Frau: wo man heute auch hinsah - überall rasierte Beine.

Schlange stehen mussten die ca. 1400 "Jedermänner" für die 65 Kilometer lange Strecke am Start.

Warten in Wadersloh: von hier aus machten sich die Profis auf ihren Weg nach Münster.

Ebenfalls an den Start gegangen: eine Delegation der Deutschen Post.

Kein Fotofinish, aber fast zu schnell für's Foto: bei Gunnar Sieg ist der Name Programm. Er war der schnellste Fahrer über 65 Kilometer.

Mit einem Ball spielen und gleichzeitig Fahrrad fahren? Die Sportart Fahrradball macht's möglich.

Steht in der Luft: Kai Hiebert, Deutscher Meister der U-15 im Trial-Bike, zeigt was er drauf hat.

Hochsprung samt Fahrrad: wie das gelingen kann demonstrierte dieser Fahrer eindrucksvoll.

Massensprint vor Münsters Schloss: Das Fahrerfeld der Profis auf dem Innenstadtparcours.

Nach 170 gefahrenen Kilometern betrug der Vorsprung jedoch nur noch eine knappe Minute. Spätestes da war klar, dass die Spitzengruppe noch vor Münster gestellt werden würde.

Fotofinish vor Münsters Schloss

Gegen 16.20 Uhr erreichte das wieder vereinte Hauptfeld dann den Rundkurs durch Münsters Innenstadt. Eine letzte Tempoverschärfung und die ersten Positionskämpfe für den Massensprint leiteten das Ende des Rennens ein. Und das hatte es in sich. Der Zielsprint endete so knapp, dass gleich vier Fahrer nahezu zeitgleich die Ziellinie erreichten.

Die Profis auf dem Parcours in Münster.

Das Profifeld in Münsters Innenstadt

Die anschließende Auswertung des Zielfotos spannte Zuschauer und Profis gleichermaßen auf die Folter. Erst nach über zehn Minuten fiel die Entscheidung über Sieg oder Niederlage. In einem mehr als packenden Finale konnte sich der 26-jährige Ire Sam Bennett gegen die deutsche Sprint-Elite durchsetzen. Phil Bauhaus wurde Zweiter gefolgt von André Greipel. Top-Sprinter Marcel Kittel musste sich dieses Jahr mit dem vierten Rang begnügen.

4.454 Amateur-Fahrer beim Jedermann-Rennen

Während die Radsport-Elite keine Wahl bei der Streckenführung hatte, standen den „Jedermännern“ und „Jederfrauen“ gleich drei verschiedene Routen zur Auswahl. Die Hobby-Fahrer konnten wahlweise 65, 95 oder 125 Kilometer unter die Räder nehmen.

Die Fahrer stehen am Start an.

Das Jedermann-Rennen kurz vor dem Start

Am schnellsten unterwegs waren Stefan Reimer (125 km), Christian Müller (95 km) und Gunnar Sieg (65 km). Sie konnten die Gesamtsiege auf den drei Strecken erringen. Bei den Frauen gewann Paula Weg über 65 Kilometer und Katharina Venjakob auf der 95-Kilometer Strecke.

Drei Bühnen und viel Action

Ein Trialfahrer springt mit seinem Fahrrad über ein Seil.

Ein Trialfahrer zeigt sein Können

Wer sich weder für Rennräder noch für Sprint- oder Bergwertungen interessierte, kam beim Münsterland Giro dennoch auf seine Kosten. 5.000 Quadratmeter Messe und drei Showbühnen zwischen dem Schloss und der Zielgeraden boten viel Action und gute Unterhaltung. Ein Trialparcour, Radball, Kunst- und Einradfahrer, das „Fette-Reifen-Rennen“ und ein historischer Fahrradkorso boten reichlich Abwechslung zwischen den Zielankünften der „Jedermänner“ und Profis.