Bayer-Athleten optimistisch zur Para-WM

Markus Rehm

Bayer-Athleten optimistisch zur Para-WM

  • Bayer-Athleten starten mit Optimismus in die Para-WM.
  • Weitspringer Markus Rehm steht im Blickpunkt.
  • Auch Sprinter Johannes Floors hofft auf Titelgewinn.

An das Olympia-Stadion in London haben die Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen beste Erinnerungen. Bei den Paralympics 2012 war nicht nur die Stimmung unvergleichlich. Es gab auch große Erfolge zu feiern. Markus Rehm sprang zum Weltrekord, Heinrich Popow sprintete damals zu Gold.

Zurück an die Stätte großer Triumphe

Jetzt kehren die Bayer-Athleten an die Stätte ihres damaligen Triumphes zurück. Und wieder hoffen die Leverkusener auf viel Edelmetall - allen voran Markus Rehm, der zu den Favoriten auf den Weitsprung-Titel gehört. Bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Sonntag (09.07.2017) in Erfurt legte der dreimalige Paralympicssieger und Weltrekordler mit 8,19 Metern außer Konkurrenz den weitesten Sprung hin.

Vor diesem Hintergrund reist Rehm mit gemischten Gefühlen nach London. Zu gerne wäre er auch bei den Weltmeisterschaften der Nicht-Behinderten Anfang August gestartet. Doch es besteht kaum noch Hoffnung, das es dazu kommt.

Kaum Hoffnung auf Doppelstart

"Wir haben mehrfach Kontakt zur IAAF aufgenommen, aber es gestaltet sich schwierig", sagte Rehm der dpa: "Es wird immer weiter rausgezögert, ob mutwillig weiß ich nicht. Aber es ist schade, weil es bei den deutschen Meisterschaften auch funktioniert."

Johannes Floors

Johannes Floors geht mit großen Ambitionen im Sprint an den Start.

Neben Rehm befinden sich auch Johannes Floors und Léon Schäfer in WM-Form. Floors hatte in diesem Jahr den Europarekord über 100 Meter und 200 Meter auf 10,88 Sekunden und 21,16 Sekunden verbessert und auch über 400 Meter mit 46,65 Sekunden eine neue Bestzeit erzielt.

Popow und Streng nicht dabei

Léon Schäfer pulverisierte ebenfalls seine bisherigen Bestleistungen über 100 Meter, 200 Meter und im Weitsprung. In London wird sich zeigen, ob er möglicherweise sogar seine erste Medaille im Herrenbereich holen kann.

Eine große Ungewissheit steht hinter den Starts von Irmgard Bensusan und David Behre. Während Bensusan einen guten Saisonstart hatte und danach wegen einer Fußverletzung fast nur noch alternativ trainieren konnte, wurde Behre in diesem Jahr gleich mehrfach von diversen Problemen heimgesucht. Definitiv nicht in London starten werden Heinrich Popow und nun auch Felix Streng.

Stand: 12.07.2017, 09:46