"Einfaches Spiel" für GWD Minden bei Meister Rhein-Neckar Löwen

Mindens Spielmacher Dalibor Doder

"Einfaches Spiel" für GWD Minden bei Meister Rhein-Neckar Löwen

  • GWD Minden zum Auftakt des 4. Spieltages bei den Rhein-Neckar Löwen.
  • Handball-Bundesligist reist entspannt zum deutschen Meister.
  • Verletzter Sören Südmeier nicht mit dabei.

Soll erfüllt, als klarer Außenseiter nichts zu verlieren und eine gute Erinnerung an die jüngste Partie in Mannheim - Handball-Bundesligist GWD Minden reist ganz entspannt zum Auftakt des 4. Spieltages nach Mannheim. Am Donnerstag (07.09.2017) wartet dort der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen.

Minden in der Tabelle vor den Löwen

Skurrilität am Rande: Da die Löwen eine Partie weniger auf dem Konto haben, rangiert das Team von Mindens Trainer Frank Carstens in der Tabelle derzeit vor den Mannheimern. Nämlich mit einem ausgeglichenen Punktekonto (3:3) auf Rang neun. So zufrieden man bei den Ostwestfalen über den Saisonstart ist, die Belastungen der vergangenen Wochen mit dem nun vierten Spiel innerhalb von 13 Tagen haben Spuren hinterlassen. So hat sich Sören Südmeier eine Bauchmuskelsehne angerissen und fällt wohl den restlichen September aus. Ebenfalls nicht dabeisein in Mannheim wird Kim Sonne nach seinem Bandscheibenvorfall.

Die Ostwestfalen sehen sich vor einer einfachen Aufgabe. Sprich, sie fühlen sich in der Rolle des Außenseiters wohl, der sowieso nichts zu verlieren hat. Dennoch wollen sich die Dankerser in der Mannheimer Arena nicht verstecken. "Wir wollen zwar mit Respekt in Mannheim auftreten, aber natürlich auch sehr mutig spielen", fordert Mindens sportlicher Leiter Frank von Behren.

Carstens hofft auf gute Passqualität

Trainer Carstens hat vor allem Respekt vor der gut funktionierenden Mannheimer Deckung. Der Löwen-Abwehrverbund sei nur schwer zu knacken. "Da kommt es sehr entscheidend auf die Passqualität an." Der starke Auftritt des ostwestfälischen Nachbarn TBV Lemgo gegen die noch etwas unrund laufenden Löwen zu Saisonbeginn hat für Carstens Vorbildcharakter: "Die haben wirklich mutig gespielt und im Angriff genau die richtigen Mittel gefunden."

Mannheims Trainer Nikolaj Jacobsen warnt jedenfalls davor, die Mindener als Sparringspartner zu betrachten: "Das ist eine Top-Mannschaft, die mittlerweile auf nahezu jeder Position gut besetzt ist." Und dann ist da ja auch noch die Erinnerung an die vergangene Saison: Damals machten die Ostwestfalen den Löwen in deren Halle das Leben richtig schwer, waren bis kurz vor dem Ende auf Schlagdistanz und brachen erst in den letzten sechs Spielminuten ein.

Stand: 06.09.2017, 15:37