Leverkusen benötigt in Madrid ein kleines Wunder

Leverkusen benötigt in Madrid ein kleines Wunder

  • Leverkusen tritt im Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) bei Atlético Madrid an.
  • Die Chancen stehen für Leverkusen nach dem 2:4 im Hinspiel schlecht.
  • Diverse Stammkräfte fehlen.
Leverkusens Trainer Tayfun Korkut zeigt den Weg: nach vorne.

Leverkusens Trainer Tayfun Korkut zeigt den Weg: nach vorne.

Die Mission Impossible im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse verkommt bei Bayer Leverkusen fast zur lästigen Pflicht. "Normalerweise sollte man sich auf jedes Champions-League-Spiel freuen. Aber dieses trifft uns im denkbar ungünstigsten Moment", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade. Im WDR2-Interview fügte er an: "Es wäre besser, wenn der Trainer eine komplette Trainingswoche hätte."

Dass Bayer das 2:4 aus dem Hinspiel am Mittwoch (15.03.2017/20.45 Uhr) bei Vorjahresfinalist Atlético Madrid noch dreht, glaubt fast niemand. "Wunder gibt es immer wieder", sagte Schade: "Aber wir müssen realistisch bleiben: Es ist unrealistisch."

Völler: "Das ist eine Mammut-Aufgabe"

Leverkusens Bellarabi, (r-l), Özcan, Brandt, Bailey und Pohjanpalo steigen in Madrid aus dem Flugzeug.

Leverkusens Bellarabi, (r-l), Özcan, Brandt, Bailey und Pohjanpalo steigen in Madrid aus dem Flugzeug.

Die Premiere unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut beim 1:1 gegen Werder Bremen war unbefriedigend. Sportchef Rudi Völler mahnte angesichts von nur fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gar davor, den Blick nach unten "nicht auf die leichte Schulter zu nehmen". Auf das Spiel freue er sich, beteuerte Völler: "Man hat im Fußball schon viel gesehen. Wenn wir sicher stehen und Nadelstiche setzen können, wird Atlético vielleicht nervös." Doch auch der Sportchef sieht die Ausgangslage realistisch: "Das ist eine Mammut-Aufgabe. Am wichtigsten ist, dass wir eine gute Leistung zeigen und Selbstvertrauen tanken."

Die Statistik spricht gegen Leverkusen: Seit Einführung der Champions League 1992 ist keine einzige Mannschaft weitergekommen, die das erste Spiel zu Hause mit zwei Toren Unterschied verlor. Zudem fehlen den Rheinländern in den verletzten Ömer Toprak und Jonathan Tah sowie dem gesperrten Benjamin Henrichs drei der vier Spieler aus der etatmäßigen Abwehrkette, dazu Kapitän Lars Bender, Routinier Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu - und Kai Havertz. Der Youngster fehlt laut Korkut wegen "unverschiebbarer Klausuren".

dpa/sid/red | Stand: 14.03.2017, 19:06