Bayer will in Moskau das Achtelfinale klar machen

 Leverkusens Coach Roger Schmidt

Bayer will in Moskau das Achtelfinale klar machen

Bayer Leverkusen sieht sich für das Champions-League-Spiel bei ZSKA Moskau gerüstet. "Wir sind in guter Verfassung. Moskau wird zuhause sicher eine andere Gangart einlegen, aber wir wollen möglichst gewinnen", sagte Trainer Roger Schmidt vor der Begegnung am frühen Dienstagabend (22.11.2016, 18.00 Uhr).

Die Stimmung ist nach dem 2:3 gegen Leipzig am vergangenen Bundesliga-Spieltag frostig, aber die Stars von Bayer Leverkusen brennen auf Wiedergutmachung. "Wir haben eine gute Ausgangslage, aber es ist noch nichts erreicht. Wir wollen morgen einen weiteren Schritt machen", kündigte Trainer Roger Schmidt kurz vor dem Abschlusstraining der Werkself bei minus 2 Grad für das vorletzte Gruppenspiel in der Gruppe E in Moskau an.

Toprak: "Nur auf Champions League konzentrieren"

Die verspätete Ankunft in der russischen Hauptstadt wegen einer Reifenpanne am Flugzeug soll dabei kein schlechtes Omen sein. Schmidt betonte drei Tage nach der bitteren Pleite gegen den neuen Bundesliga-Tabellenführer aus Sachsen: "Wir wissen, dass wir in der Lage sind, solche Spiele zu verarbeiten." Ersatzkapitän Ömer Toprak ergänzte: "Wir dürfen uns nur auf die Champions League konzentrieren und wollen drei Punkte mitnehmen."

Schade: "Sieg würde alle Türen öffnen"

Zuvor waren die Klub-Bosse bemüht, den Zündstoff aus der Partie und den nach wie vor umstrittenen Coach aus der Schusslinie zu nehmen. "Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen als gegen Leipzig", sagte Bayer-Boss Michael Schade, der aber trotz der aktuellen Achterbahnfahrt seines Teams Zuversicht ausstrahlte. "Unserem Trainer ist es immer wieder gelungen, in schwierigen Situationen die Mannschaft zu motivieren und zu mobilisieren. Deshalb bin ich sicher, dass wir in Moskau bestehen. Die Spieler wissen, um was es geht. Ein Sieg würde uns alle Türen öffnen." Im Hinspiel hatte Bayer gegen Moskau nach einer 2:0-Führung den Sieg noch verschenkt und nur ein 2:2 erreicht.

Bei Remis ist Bayer mindestens Dritter

Die Werkself wäre bei einem Unentschieden beim russischen Meister mindestens Gruppendritter. Sollte Tottenham Hotspur anschließend bei AS Monaco verlieren, würde ein Punkt sogar schon wegen des besseren direkten Vergleichs mit den Engländern sicher zu Platz zwei reichen. "Nach unserem 1:0-Sieg in Wembley haben wir es selbst in der Hand und können nun einen weiteren großen Schritt machen. Dass wir vor unseren Konkurrenten spielen, kann ein Vorteil sein. Mit einem guten Ergebnis können wir sie unter Druck setzen", sagte Sportchef Rudi Völler, der erwartet, "dass wir nach dem Rückschlag gegen Leipzig wieder aufstehen".

Bender und Kiessling fehlen in Moskau

Stefan Kiessling

Stefan Kiessling fehlt in Moskau, ebenso wie Lars Bender.

Der 56-Jährige war zudem bemüht, die Wogen zu glätten. "Wir sind froh, dass wir so einen Super-Torwart haben, ihm muss man auch mal einen schlechten Tag zugestehen", sagte Völler über Nationaltorwart Bernd Leno. Schmidt hatte seinen Keeper nach der Niederlage gegen Leipzig wegen dessen Fehler beim 2:2 kritisiert: "So ein Tor hat er im ganzen Leben noch nicht gekriegt. Das war ein Fehler. Aus 25 Metern kann man so einen Ball schon mal halten." Leno ließ sich zwei Tage später von dieser Kritik aber nichts anmerken, ging ähnlich wie seine Mitspieler reaktions- und sprachlos an Bord. Nicht dabei waren Kapitän Lars Bender (Ferse) und Torjäger Stefan Kießling (Oberschenkel).

Stand: 22.11.2016, 08:00