Polizei vor Schalke-Saloniki-Spiel in Alarmbereitschaft

Polizei im Schalke-Fan-Block

Polizei vor Schalke-Saloniki-Spiel in Alarmbereitschaft

Von Olaf Biernat

  • Polizei spricht von Hochrisikospiel
  • Erster Vorfall am Dienstagabend
  • Briefe an Fanclubs verschickt

Die Polizei in Gelsenkirchen rechnet mit 3.500 griechischen Fans. Die Anhänger von PAOK Saloniki gelten in Griechenland als besonders problematisch. Im Vorfeld des Duells mit Schalke 04 in der Europa League am Mittwoch (22.02.2017) hat die Polizei Briefe an Fanclubs von Saloniki und Schalke verschickt. Darin appelliert sie für ein friedliches Aufeinandertreffen ohne Gewalt und Provokationen.

Provozierende Fahne als Auslöser

Beim letzten Aufeinandertreffen im August 2013 hatten Schalke-Fans eine mazedonische Fahne hochgehalten. Weil sich Saloniki-Fans dadurch provoziert fühlten und damit drohten, den Schalke-Block und den Platz zu stürmen, ging die Polizei in den Schalker Block. Gewaltsam versuchten die Beamten, den Fans die Fahne zu entreißen. Die traurige Bilanz an dem Abend: 90 Fans wurden verletzt.

Einlasskontrollen werden verschärft

Polizeikräfte strümen die Nordkurve auf Schalke.

Polizeikräfte stürmen die Nordkurve auf Schalke

Damit sich diese Szenen nicht wiederholen, appellieren Polizei und Verein an Schalke-Fans, keine provozierenden Fahnen ins Stadion zu bringen. Die Polizei kann das strafrechtlich nicht verbieten. In der Hausordnung von Schalke 04 steht jedoch, dass es nicht erlaubt ist, provozierende Symbole mit ins Stadion zu nehmen. "Der Ordnungsdienst ist daher angehalten, Gegenstände, die ausschließlich zum Zwecke der Provokation mitgeführt werden, nicht zuzulassen. Dabei setzen wir ausdrücklich auf Verständnis, Vernunft und Freiwilligkeit", heißt es in einer Mitteilung von Schalke 04.

Polizei in Alarmbereitschaft

In verschiedenen Internet-Foren gibt es bereits Ankündigungen, die Fahnen wieder mit ins Stadion bringen zu wollen. "Wir werden abwarten müssen, wie sich die Situation im Stadion entwickelt. Wir sind während des Spiels immer in Absprache mit Sicherheitsverantwortlichen von Schalke 04", erklärt Polizeisprecher Olaf Brauweiler.  

PAOK-Fans werden eng begleitet

Am Spieltag am kommenden Mittwoch (22.02.2017, 18.00 Uhr) werden mehrere Hundertschaften der Polizei und mehrere hundert Ordner zum Einsatz kommen. Zwischen Schalker- und PAOK-Fanblocks wird eine Pufferzone eingerichtet. Die Saloniki-Fans müssen sich Stunden vor dem Spiel in der Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer versammeln. Nach Personenkontrollen werden sie mit Bussen kontrolliert direkt zur Arena gebracht. Zudem werden für deutsche Fans und Gästeanhänger ein Service-Point als Anlaufstelle sowie eine Telefon-Hotline eingerichtet, wo Beamte in beiden Sprachen Auskünfte erteilen oder Hilfestellungen geben.

Stand: 22.02.2017, 12:17