Badstuber wechselt auf Leihbasis nach Schalke

Holger Badstuber

Badstuber wechselt auf Leihbasis nach Schalke

Holger Badstuber wechselt auf Leihbasis vom deutschen Meister FC Bayern München zum Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04.

Das teilten beide Vereine am Dienstag (10.01.2017) auf ihrer Internetseite mit. Das Leihgeschäft läuft bis zum Saisonende, danach wäre der Innenverteidiger ablösefrei.

Medizincheck in den kommenden Tagen

Badstuber hatte am Dienstag noch das Training mit den Münchnern im Trainingslager in Doha bestritten, beim Testspiel gegen Eupen war er aber schon nicht mehr dabei. In den kommenden Tagen wird Badstuber den Medizincheck auf Schalke absolvieren. "Ich möchte auf Schalke die Spielpraxis sammeln, die ich jetzt brauche, und freue mich auf meine Zeit in Gelsenkirchen", sagte der 27-Jährige, der immer wieder von Verletzungen gestoppt worden war. Lediglich drei Pflichtspieleinsätze stehen unter Bayern-Trainer Carlo Ancelotti in Badstubers Saisonstatistik.

"Holger ist ein verdienter Spieler. Er war oft verletzt, jetzt ist er aber wieder körperlich fit und möchte zu mehr Einsätzen kommen. Daher hat er uns gebeten, auf Leihbasis zu Schalke 04 wechseln zu dürfen. Diesem Wunsch haben wir gerne entsprochen. Wir hoffen, dass Holger in den kommenden Monaten viele Einsatzminuten sammelt, und wünschen ihm nur das Beste", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Nur zwei Innenverteidiger

Derzeit stehen dem Revierklub in Naldo und dem jungen Thilo Kehrer nur zwei Innenverteidiger zur Verfügung. So ist Badstuber mit seiner Erfahrung eine Bereicherung und gute Alternative. "Badstuber ist in der Spieleröffnung einer der besten Innenverteidiger, den ich überhaupt kenne", freute sich Schalkes Manager Christian Heidel über den prominenten Neuzugang. Auch Schalke-Coach Markus Weinzierl lobte schon vor Verkündigung des erfolgten Transfers: "Holger Badstuber ist ein sehr erfahrener Spieler. Über seine Qualität müssen wir nicht reden."

Nationalspieler mit langer Leidensgeschichte

Der leidgeprüfte Verteidiger hatte in dieser Saison am 26. Oktober beim Erfolg im DFB-Pokal gegen Augsburg nach 259 Tagen sein emotionales Pflichtspiel-Comeback bei den Münchnern gegeben. Vorausgegangen war eine lange Leidensgeschichte des 31-maligen Nationalspielers. Am 1. Dezember 2012 erlitt Badstuber den ersten von zwei Kreuzbandrissen im rechten Knie, musste insgesamt viermal am Gelenk operiert werden. Zwei schwere Verletzungen im linken Oberschenkel und ein Sprunggelenkbruch vor knapp einem Jahr stoppten den Innenverteidiger erneut.

Derzeit befindet sich Badstuber in guter körperlicher Verfassung. Bayern-Coach Carlo Ancelotti hatte deshalb auch nur einem temporären Wechsel zugestimmt. "Wenn er sich dafür entscheidet zu gehen, weil er sechs Monate kontinuierlich spielen will, darüber können wir reden. Aber er wird nicht verkauft", sagte der Italiener.

red/dpa | Stand: 10.01.2017, 15:29