SC Paderborn bekommt keine Hilfe von der Stadt

Martin Hornberger

SC Paderborn bekommt keine Hilfe von der Stadt

  • SC Paderborn bekommt keine Finanzhilfen von der Stadt.
  • Stadtrat lehnt Stundungen ab.
  • Verein muss Millionen-Loch stopfen.
  • Sportlicher Klassenerhalt auch noch nicht sicher.

Der Paderborner Stadtrat lehnte am Donnerstag (18.05.2017) mit großer Mehrheit zwei Stundungen ab, die dem Verein kurzfristig knapp 190.000 Euro gebracht hätten. Zum einen ging es um die Stundung der Tilgungsleistungen für das Darlehen zum Stadionbau, zum anderen um die Stundung des Pachtzinses für die beiden Profiplätze des Trainingszentrums.

Man dürfe nicht mit öffentlichem Geld ins "Sponsoring" des Vereins einsteigen, wurde WDR-Informationen zufolge in der Sitzung gesagt. Zudem habe man dem Verein schon oft geholfen.

SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger (Foto) findet die Rats-Entscheidung enttäuschend. "Das hilft uns sicher nicht auf der Suche nach weiteren Geldgebern", sagte er der "Neuen Westfälischen".

Vor dem Rathaus hatten etwa 100 SCP-Fans für eine Unterstützung des Clubs demonstriert. Zuletzt war bekanntgeworden, dass dem Verein offenbar rund zwei Millionen Euro für die Drittliga-Lizenz fehlen. Gelingt es dem SC Paderborn bis zum 2. Juni nicht, das Millionen-Loch vollständig zu schließen, drohen Lizenzentzug und Zwangsabstieg. SCP-Präsident Wilfried Finke will offenbar nicht mit eigenem Geld helfen.

Am Samstag kämpft die Mannschaft des SC Paderborn zunächst um den sportlichen Klassenerhalt in der 3. Liga, der auch noch nicht sicher ist. Die Ostwestfalen, die einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben, spielen am letzten Spieltag beim VfL Osnabrück.

Stand: 18.05.2017, 22:05