1. FC Köln verzichtet auf Protest

1. FC Köln verzichtet auf Protest

  • Der 1. FC Köln verzichtet auf einen Protest.
  • Als Grund nennt der Klub "zu geringe Erfolgsaussicht".
  • DFB soll sich dennoch mit Sachverhalt auseinandersetzen.

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln verzichtet nun doch auf einen Protest gegen die Wertung des Spiels bei Borussia Dortmund am Sonntag (0:5). Das bestätigte der Verein am Dienstag (19.09.17). Unmittelbar nach dem Spiel hatten die Verantwortlichen erklärt, gegen die Wertung aufgrund eines Fehlers beim Videobeweis vorgehen zu wollen.

Der Klub forderte die Abteilung Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allerdings auf, sich mit dem Sachverhalt auseinanderzusetzen. Die Kölner fühlen sich benachteiligt, weil der Video-Assistent ihrer Ansicht nach beim 2:0 durch Sokratis (45.+2) zu Unrecht eingegriffen hatte.

Erfolgsaussichten zu gering

Peter Stöger, Hans-Joachim Watzke

Peter Stöger (l.) und Hans-Joachim Watzke

"Dennoch hat sich der 1. FC Köln am Dienstag nach ausführlicher Abwägung aller Faktoren entschieden, auf einen formellen Einspruch gegen die Wertung der Partie zu verzichten", hieß es in einer Pressemitteilung der Rheinländer: "Grund dafür ist vor allem, dass die Erfolgsaussichten für einen solchen Protest gering sind."

Der Verein hat daher vom DFB am Dienstag "eine entsprechende Stellungnahme erbeten", hieß es: "Das vom 1. FC Köln immer unterstützte Projekt Videobeweis wäre zum Scheitern verurteilt, wenn die vereinbarten und vor der Saison kommunizierten Voraussetzungen nicht eingehalten werden."

Keine "schlechten Verlierer"

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte die Kölner nach der Einspruchs-Ankündigung als "schlechte Verlierer" bezeichnet. "Der Vorwurf, angesichts des eindeutigen Resultats wolle der 1. FC Köln eine sportliche Niederlage nicht akzeptieren, geht insofern fehl, als in der Endabrechnung jedes einzelne Tor über Tabellenplätze entscheiden kann", heißt es in der Kölner Mitteilung. "Davon abgesehen hat der FC nie in Zweifel gezogen, dass Borussia Dortmund das Spiel verdient gewonnen hat - dies gilt unabhängig von dem aus unserer Sicht regelwidrigen Tor."

sid/dpa | Stand: 19.09.2017, 10:44