Mönchengladbachs Stabilität ist zurück

Gladbachs Christensen im Duell gegen Freiburg

Mönchengladbachs Stabilität ist zurück

  • Auch gegen AC Florenz soll Erfolgsserie halten.
  • Trainer Hecking setzt auf feste Ordnung.
  • Laufleistung ist deutlich gestiegen.

Die Bilanz könnte besser kaum sein. Borussia Mönchengladbach ist nach fünf Pflichtspielen im Jahr 2017 immer noch ungeschlagen. In der Liga holten die Gladbacher zehn von zwölf möglichen Punkten und führen sogar die Rückrunden-Tabelle vor dem FC Bayern München an. Nun misst sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking auf internationalem Parkett. Der AC Florenz ist am Donnerstag (16.2. 2017, 19 Uhr) zu Gast im Borussia-Park. Auf Torjäger Raffael müssen die Borussen dabei wegen einer Oberschenkelverletzung weiter verzichten. Kapitän Lars Stindl kehrt dagegen nach Gelbsperre zurück.

Das Selbstvertrauen ist wieder zurück vor dem Duell gegen den derzeitigen Tabellen-Achten der Serie A. "Der Anteil von Hecking an unserem Selbstvertrauen ist groß. Er hat uns richtig angepackt, als er uns übernommen hat", sagt Torwart Yann Sommer.

Feste Struktur

Eine der wichtigsten Maßnahmen des Coaches: Hecking hat der Gladbacher Deckung eine feste Struktur gegeben. Unter Vorgänger Andre Schubert stürmten die Borussen oftmals wild nach vorne. Es war bisweilen spektakulär, aber eben auch ungeordnet und strukturlos. Schubert probierte zudem zahlreiche System- und Personalwechsel - ohne Erfolg.

Hecking ist kein Freund dieser Wechselspiele. Er baut viel mehr auf die gleiche Anordnung und das gleiche Personal. Den Deckungsverbund in allen fünf Pflichtspielen hat er nicht einmal geändert. Die Borussen kassierten zuletzt dreimal kein Gegentor, das hatte es in dieser Saison noch nicht gegeben.

Sportdirektor Eberl lobt gemeinsames Verteidigen

Gladbachs Christensen  und Oscar Wendt

Während Schubert mal mit Dreier- dann wieder mit Viererkette spielte, setzt Hecking nun fest auf einen Viererverbund. Innen bilden die beiden Dänen Andreas Christensen und Jannik Vestergaard das Gespann. Rechts verteidigt Tony Jantschke, der sich wieder als großer Stabilisator erweist.

Der Kapitän der Borussen war unter Schubert oft außen vor und musste mit der Rolle des Einwechselspielers vorlieb nehmen. Oscar Wendt auf der linken Seite zählte zwar auch in der Hinrunde zum festen Stamm, wechselte allerdings von offensiv nach defensiv hin und her. Hecking bringt den Schweden nun ausschließlich im hinteren Bereich.

"Das Elementare ist wieder da. Unsere Basis ist das gemeinsame Verteidigen. Jeder weiß, was zu tun ist. Das führt zu einer defensiven Stabilität, die bemerkenswert ist", findet Sportdirektor Max Eberl.

Verbesserte Laufleistung

Doch nicht nur die Vierer-Abwehr steht kompakt, auch die beiden Sechser befinden sich im Aufwind. Christoph Kramer und Mo Dahoud - ebenfalls unter Hecking fest gesetzt - sind wieder wichtige Faktoren im Mannschaftsgefüge. Vor allem Kramer kann seine Stärken zur Geltung bringen. Während der Nationalspieler in der Hinrunde den Gegner oftmals hinterherhechelte, bekommt er nun viel leichter Zugriff. Auch weil die Laufleistung im gesamten Team wieder stimmt.

In den jüngsten drei Partien spulten alle Gladbacher zusammen stets mehr als 119 Kilomter pro Partie ab. Diesen Wert hatte die Borussia im alten Jahr kein einziges Mal erreicht. Nimmt man Mo Dahoud mit seinen großen spielerischen Qualitäten bei der Spieleröffnung hinzu, hat Borussia wieder ein starkes Duo vor der Abwehr, das für die nötigen Ballgewinne in der Zentrale sorgt.

Trainer Hecking hofft nun auf die Fortsetzung der stabilen Spielweise. "Es sieht sehr gefestigt aus, aber es darf keinen Deut weniger werden", warnt Hecking vor der Partie gegen Florenz und hofft erneut auf ein Zu-Null-Spiel.

Stand: 15.02.2017, 11:12