BVB identifiziert 61 Tatverdächtige

Transparente auf der Dortmunder Südtribüne

BVB identifiziert 61 Tatverdächtige

  • Täter sollen individuell bestraft werden.
  • Strafen reichen von Verwarnung bis Stadionverbot.
  • Polizei stelllt 32 Strafanzeigen wegen der Krawalle vor dem Spiel.

Borussia Dortmund hat angekündigt, jene Fans, die beim Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig beleidigende Transparente gehalten haben, individuell zu bestrafen. Nach Auswertung der hochauflösenden Stadionkamera-Bilder seien 61 Personen identifiziert worden, die an der Aktion auf der Südtribüne beteiligt gewesen sein sollen, teilte der Verein am Freitag (17.02.17) mit.

Von der Abmahnung bis zum Vereinsausschluss

Die Verdächtigen sollen nun vom Klub angehört werden. "Wir werden dann differenziert die Strafen aussprechen", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Freitag dem WDR. Als Möglichkeiten nannte Watzke Stadionverbote, Dauerkartenentzüge und Vereinsausschlüsse, "dann aber auch nur Abmahnungen, Verwarnungen, wo wir das Gefühl haben aufgrund der Videoanalyse, dass diese Menschen nur Mitläufer waren." Auch zivilrechtliche Regress- und Schadensersatzansprüche behält sich der Klub vor. "Im Fokus steht eine klare Zuordnung von Taten bzw. Tatbeiträgen zu einzelnen Personen, um nicht unschuldige Zuschauer mit zu bestrafen", heißt es in der Klub-Mitteilung. 

32 Strafanzeigen

Den Dortmunder Anhängern, die vor dem Stadion randaliert und dabei Leipziger Fans attackiert hatten, drohen rechtliche Konsequenzen. Die Polizei hat mittlerweile 32 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Insgesamt rechnet man mit 40 bis 50 Strafverfahren. Der BVB kündigte an, die identifizierten Straftäter zudem ebenfalls mit einer Vereinsstrafe belegen zu wollen.

Stand: 17.02.2017, 13:16