Kein BVB-Einspruch: Südtribüne wird gesperrt

BVB-Fans protestieren mit Plakaten gegen RB Leipzig

Kein BVB-Einspruch: Südtribüne wird gesperrt

  • Borussia Dortmund verzichtet auf Einspruch.
  • Südtribüne wird für ein Spiel gesperrt.
  • Verein bekommt 100.000 Euro Strafe.

Die Gelbe Wand bleibt am kommenden Samstag gegen den VfL Wolfsburg grau: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund verzichtet auf einen Kampf gegen die Sperrung seiner gigantischen Südtribüne für ein Spiel. Das gab der Verein am Montag (13.02.2017) bekannt. Der entsprechende Strafantrag des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist damit rechtskräftig. Zudem bekam der BVB eine Strafe von 100.000 Euro aufgebrummt.

Der Kontrollausschuss hatte für ein Spiel eine Sperre der 25.000 Zuschauer fassenden Tribüne und die Geldstrafe beantragt, weil BVB-Fans vor dem Spiel gegen RB Leipzig (1:0) beleidigende Plakate präsentiert hatten. Während des Spiels bei 1899 Hoffenheim (2:2) seien zudem mehrmals Schmählieder gesungen worden, beim Hinspiel in Leipzig (0:1) monierte der Kontrollausschuss "ein beleidigendes Banner im Dortmunder Block".

Massive Verfehlungen

Abgesehen von den massiven Beleidigungen hatte es auch Bierbecherwürfe in Richtung Stadion-Innenraum gegeben, RB-Spieler waren mit einem Laserpointer irritiert worden. Ein Mitarbeiter eines TV-Senders war nur knapp einer Verletzung entgangen, nachdem Zuschauer mit einer Metallstange geworfen hatten.

Gäste-Fans, darunter auch Frauen und Kinder, waren im Umfeld der Dortmunder Arena mit Gegenständen beworfen worden. Dies hatte für große Empörung gesorgt. Dabei gab es zehn Verletzte. Auf die Vorfälle außerhalb des Stadions hat die DFB-Sportgerichtsbarkeit nach eigenen Angaben jedoch keinen Zugriff. Hier liege die alleinige Zuständigkeit bei staatlichen Stellen wie Polizei, Staatsanwaltschaft oder ordentlichen Gerichten.

Bewährung wurde widerrufen

Für die Borussia kommt erschwerend hinzu, dass die Fans nicht zum ersten Mal auffällig wurden. Nach diversen und mit Geldstrafen geahndeten Pyro-Vergehen stand der Verein unter Bewährung. Die Strafaussetzung aus dem bisher letzten Urteil des DFB-Sportgerichts gegen den BVB wurde widerrufen. Damals war ein Zuschauer-Teilausschluss für den Unterrang der Südtribüne bis zum 31. Mai 2017 auf Bewährung ausgesetzt worden.

sid | Stand: 13.02.2017, 12:19