Polizei stoppt Busse mit Dortmunder Hooligans

Sichergestellte Gegenstände

Polizei stoppt Busse mit Dortmunder Hooligans

Von Marcus Bark

  • Dortmunder Hooligans bei der Anreise kontrolliert.
  • Polizei fand Waffen, Drogen und Pyrotechnik.
  • Busse wurden zurückgeschickt.

Wie der WDR erfuhr, stoppte die Polizei am Samstagvormittag (11.02.2017) auf der Autobahn zwei Busse und einen Kleinbus mit Dortmunder Hooligans, die auf dem Weg nach Darmstadt waren. In den Bussen wurden "zahlreiche Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben, Schmerzmittel, Wechselkleidung, Drogen und auch Darmstadt-Banner“ sichergestellt, wie die Polizei kurz nach Anpfiff der Bundesligapartie Darmstadt 98 - Borussia Dortmund mitteilte. Nachdem die Personalien der Insassen festgestellt worden waren, wurden die Busse nach Dortmund zurückgeschickt.

Polizei schickt "90 Problemfans" zurück nach Dortmund

Die Polizei schrieb, dass sie "frühzeitig“ Hinweise darauf gehabt habe, dass sich zwei Busse auf den Weg nach Darmstadt machen würden, in denen Pyrotechnik vermutet werde. Die Busse seien dann in der Nähe von Gießen gestoppt worden. Bei der Kontrolle "wurde schnell deutlich, dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten, als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen“, so die Polizei Südhessen. Sie sprach bei den Insassen der Busse von "90 Problemfans“. Einige von ihnen seien bereits früher "wegen Ausschreitungen in Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen“.

Problem-Hools "Northside" und "0231 Riot"

Nach Informationen des WDR werden die Insassen der Busse hauptsächlich den Hooligangruppen "Northside" und "0231 Riot" zugeordnet, von denen sich die große Mehrheit der Ultras abgrenzt. Der BVB teilte zu den Vorfällen vor der Partie in Darmstadt mit, er habe "am Vormittag über Medien von den beiden Bussen Kenntnis erlangt und diese Infos umgehend an die Polizei weitergegeben".

Dortmunder stehen unter Beobachtung

Die Dortmunder Fans stehen seit dem Spiel gegen RB Leipzig unter besonderer Beobachtung: Vor der Partie am vergangenen Samstag (04.02.2017) war es zu Ausschreitungen vor dem Stadion gekommen, bei denen es zehn Verletzte gab. Auf der Südtribüne wurden dann später Plakate mit teilweise widerlichen Botschaften entrollt. Unter anderem deswegen droht dem BVB, dass die Südtribüne für ein Spiel gesperrt wird. Das beantragte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Borussia Dortmund muss bis Montag mitteilen, ob man dem Antrag zustimmt, der zudem eine Geldstrafe von 100.000 Euro vorsieht. Bei einer Ablehnung würde es zu einer Verhandlung vor dem Sportgericht des DFB kommen.

Stand: 11.02.2017, 19:10