Kölner Haie erzwingen Spiel sieben

Kölns Torhüter Gustaf Wesslau ist vor Mark Voakes am Puck

Kölner Haie erzwingen Spiel sieben

  • Die Kölner Haie gewinnen in Wolfsburg mit 1:0.
  • Damit geht das DEL-Viertelfinale ins entscheidende Spiel sieben.
  • Shawn Lalonde sorgt für den späten Siegtreffer.

Die Kölner Haie haben sich durch einen hauchdünnen Sieg in Wolfsburg ein Entscheidungsspiel im DEL-Viertelfinale erkämpft. Das 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) am Sonntag (19.03.2017) bedeutete den 3:3-Ausgleich in der Best-of-seven-Serie. Den entscheidenden Treffer in einer hart umkämpften Partie erzielte Shawn Lalonde in doppelter Überzahl (56.). "Wir waren jetzt wirklich der Underdog", sagte Kölns Nationalverteidiger Moritz Müller bei "telekomeishockey". Wer ins Halbfinale einzieht, wird nun am Dienstagabend um 20 Uhr in Spiel sieben in Köln entschieden. "Wir brennen. So ein Spiel ist immer 50:50."

Hektische erste Sekunden

Spiel sechs hatte turbulent begonnen. Bereits nach zwölf Sekunden hatten die 3.421 Zuschauer eine Riesenchance für Wolfsburg gesehen - Nicholas Johnson scheiterte an Kölns Torhüter Gustaf Wesslau - sowie eine große Strafe für Alexander Karachun. Der Wolfsburger hatte Kölns Ryan Jones mit einem hohen Stockeinsatz verletzt. Anschließend beruhigte sich die Partie, aber nur in Sachen Zeitstrafen.

Große Chancen gab es weiterhin auf beiden Seiten, die Haie scheiterten zweimal am Torgestänge. Treffer fielen in den ersten beiden Dritteln jedoch nicht, was auch an starken Torhüterleistungen von Wesslau und seinem Wolfsburger Pendant Felix Brückmann lag.

Videobeweis hilft den Haien

Der Kölner Auswärtsblock in Wolfsburg

Der Kölner Auswärtsblock in Wolfsburg

Auch ohne Treffer war die Spannung enorm. Denn angesichts der stabilen Defensivreihen verstärkte sich der Eindruck, dass der erste Fehler der entscheidende sein könnte. Dramatisch wurde es nach 49 Minuten: Wolfsburgs Johnson beförderte den Puck ins Tor, ließ die Heimfans schon jubeln. Aber die Schiedsrichter zogen sich zum Videobeweis zurück - und erkannten den Treffer nicht an, weil Johnson per Schlittschuh getroffen hatte.

Zwei Zeitstrafen

Gut fünf Minuten vor Schluss sorgten zwei Zeitstrafen für Wolfsburg für Hoffnung bei den Kölnern. Diese Chance ließen sich die Haie nicht entgehen: Bei doppelter Überzahl hämmerte Lalonde den Puck per Direktabnahme unter die Latte (56.). In den Schlusssekunden spielte dann Wolfsburg ohne Torwart in doppelter Überzahl, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr.

Historische Chance

Die Haie haben damit die Chance, als zweites Team in der DEL-Geschichte einen 1:3-Rückstand in einer Best-of-seven-Serie zu drehen. Bisher ist dies nur 2008 den Frankfurt Lions gegen die Iserlohn Roosters gelungen.

Statistik

Eishockey · DEL 6. Spieltag 2016/2017

Sonntag, 19.03.2017 | 19.00 Uhr

Grizzlys Wolfsburg

Brückmann – Dehner, Sharrow, Dotzler, Likens, Wurm, Seifert, Bina, Krupp – Haskins, Aubin, Furchner, Dixon, Dibelka, Fauser, Karachun, Ty. Mulock, Johnson, Voakes, Pfohl

0

Kölner Haie

Wesslau – Potter, Lalonde, Ehrhoff, Zerressen, Eriksson, Sulzer, Mo. Müller – Salmonsson, T. J. Mulock, Hospelt, Latta, Krämmer, Jones, Byers, Bolduc, Turnbull, Boucher, Gogulla, Uvira

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Grizzlys WolfsburgKölner Haie
Überzahl2 Überzahlsituationen, 0 Tore5 Überzahlsituationen, 1 Tor
Strafminuten51 Min.6 Min.

Strafen:

  • Karachun - 20 Min. - Hoher Stock

Tore:

  • 0:1 (55:09) Lalonde (Eriksson, Gogulla) PP2

Zuschauer:

  • 3421

Schiedsrichter:

  • Stephan Bauer, Lars Brüggemann,

vs | Stand: 19.03.2017, 21:56