DEL: Krefeld will in NRW-Duellen angreifen

Die Krefeld Pinguine feiern am 6. September 2017 einen Treffer gegen Düsseldorf.

DEL: Krefeld will in NRW-Duellen angreifen

  • Krefeld Pinguine vor zwei NRW-Duellen in der DEL.
  • KEV-Offensive durch Verletzungen geschwächt.
  • Kölns Ehrhoff erwartet keinen freundlichen Empfang.

Nach einer enttäuschenden Vorsaison läuft es für die Krefeld Pinguine auch in der laufenden Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch nicht rund. Nach neun Spieltagen belegt die Mannschaft von Cheftrainer Rick Adduono den vorletzten Platz, zuletzt musste der KEV mit dem 2:3 n.P. in Wolfsburg eine weitere knappe Niederlage einstecken.

Besonders in der Offensive hakt es noch, Adduono musste seine Sturmreihen aufgrund diverser Verletzungen immer wieder umstellen. Bei den Stürmern Justin Feser, Dragan Umicevic und Mike Mieszkowski ist noch nicht abzusehen, wie lange sie genau ausfallen werden. Sportdirektor Matthias Roos ließ zuletzt durchblicken, mit der Verpflichtung eines weiteren Stürmers noch warten zu wollen.

Weniger Strafzeiten, mehr Zug zum Tor

Doch Adduono will die Verletzungsmisere nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir dürfen nicht mehr so häufig auf der Strafbank sitzen und müssen einfach die Scheibe mehr zum Tor bringen und treffen", sagte der 62-Jährige der "Rheinischen Post". Für Krefeld stehen am Wochenende zwei NRW-Duelle an: am Freitag (06.10.2017/19.30 Uhr) kommen die Kölner Haie in den Königpalast, am Sonntag (14 Uhr) das Schlusslicht Iserlohn Roosters.

Auch in Köln gibt es noch Luft nach oben, dennoch geht der Titelanwärter als Favorit in die Partie. "Wir brauchen mehr Konstanz, wir müssen über 60 Minuten gut spielen. Dann können wir sehr gutes Eishockey spielen, das haben wir schon gezeigt", sagte Kapitän Christian Ehrhoff dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der KEC-Kapitän nahm den zuletzt kritisierten Haie-Goalie Gustaf Wesslau in Schutz: "Gustaf ist und bleibt unser wichtigster Spieler. Wir müssen ihn besser unterstützen. Auch er kann nicht immer perfekt spielen und uns retten".

Ehrhoff erwartet Pfeifkonzert

Der langjährige NHL-Profi Ehrhoff, der in Krefeld aufgewachsen ist und immer noch dort wohnt, erwartet, "dass ich nicht besonders freundlich begrüßt werde". Die Krefelder Fans nehmen dem Topscorer der Kölner übel, dass er seine Karriere nicht in Krefeld ausklingen lässt. Bei den bisherigen Partien der Haie in Krefeld wurde Ehrhoff ausgepfiffen.

Neben den Klubs aus Krefeld und Köln sind am Freitagabend auch die Düsseldorfer EG (bei den Schwenninger Wild Wings) und die Iserlohn Roosters (gegen die Eisbären Berlin) im Einsatz.

Stand: 05.10.2017, 17:37