Roosters-Gala vor dem Spitzenspiel

Jubel bei den Iserlohn Roosters

Eishockey, DEL

Roosters-Gala vor dem Spitzenspiel

Kurz vor dem Duell mit Spitzenreiter Düsseldorf liefern die Iserlohn Roosters gegen Hamburg eine starke Partie ab und gewinnen in eigener Halle mit 6:3. Auch die Kölner Haie melden sich nach zwei Niederlagen mit einem 3:0 gegen Wolfsburg zurück. Krefeld erleidet erneut einen Rückschlag.

Das Spitzenspiel in NRW kann kommen. Mit einem vor allem im ersten Drittel beeindruckenden 6:3 (4:0, 1:2, 1:1) gegen die Hamburg Freezers haben die Iserlohn Roosters am Sonntag (03.01.2016) ihren dritten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga gefestigt und fahren mit drei Punkten Rückstand zum Topspiel bei Spitzenreiter Düsseldorfer EG am Dienstag.

In der Eishalle am Seilersee legte Iserlohn auch ohne sechs verletzte Stammspieler einen optimalen Start hin. Eine frühe Zeitstrafe gegen die Hamburger Gäste war gerade abgelaufen, da gelang Luigi Caporusso das 1:0 für die Roosters (3. Minute). Danach brannten die im Angriff eigentlich eher zurückhaltenden Sauerländer ein wahres Offensivfeuerwerk ab.

Drei Treffer in neun Minuten

Vor allem in Überzahl war das Team von Trainer Jari Pasanen brandgefährlich. Caporusso legte im zweiten Power-Play mit einem Schuss in den Winkel schnell das 2:0 nach (10.). Nicholas Petersen (14.) und Robert Raymond (19.) erhöhten bis zur ersten Drittel-Sirene auf 4:0. 15 Torschüsse, vier Treffer lautete die Roosters-Bilanz nach 20 Minuten.

Mit Wut im Bauch kamen die Hamburger Gäste im zweiten Durchgang zurück aufs Eis und brachten Iserlohns Goalie Mathias Lange immer wieder in Bedrängnis. 18 Schüsse kamen auf seinen Kasten und nach den Treffern von Jonas Liwing (24.) und Thomas Oppenheimer (30.) mit einem Unterzahl-Treffer sah es kurzzeitig so aus, als sollte das Spiel kippen.

Prompte Antwort

Doch nur 35 Sekunden nach Hamburgs 2:4-Anschluss war erneut Caporusso zur Stelle (30.) und sorgte mit seinem insgesamt 13. Saisontreffer zum 5:2 für Beruhigung bei den Roosters-Fans unter den 4.997 Zuschauer im ausverkauften Eisstadion.

Im Schlussdrittel kam Hamburg durch Oppenheimer noch einmal auf 3:5 heran (42.), aber eine stabile Roosters-Defensive und Raymond mit dem 6:3 (45.) sorgten für die endgültige Entscheidung und den 18. Saisonsieg der Roosters.

Haie melden sich zurück

Auch die Kölner Haie durften nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge im ersten Spiel des neuen Jahres feiern. Alexander Weiß (36., 47.) und Marcel Ohmann (50.) stellten den 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Sieg gegen den bisherigen Tabellenvierten Wolfsburg Grizzlys sicher.

Dabei bekamen die 12.136 Zuschauer in der Kölner Arena zunächst zunächst schwere Kost zu sehen. Beide Teams neutralisierten sich in einem intensiven Spiel und hatten zumeist in Überzahlsituationen Torschusschancen. Letztlich fehlte es aber an Durchschlagskraft.

Weiß bricht den Bann

Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Zunächst hatte Alexander Sulzer die Kölner Führung auf dem Schläger. Doch der Haie-Angreifer scheiterte mit einem Penalty an Gäste-Torwart Felix Brückmann (30.).

Wenig später war es dann aber soweit. In einer Kölner Drangphase stand Alexander Weiß bei einem Sulzer-Schuss genau richtig und lenkte den Puck zum 1:0 für die Haie ins Wolfsburger Tor (36.).

Entscheidung im Schlussdrittel

Die Gäste waren in der Folge zwar die aktivere Mannschaft, doch Köln spielte vor allem im Schlussdrittel extrem effektiv. Erneut Weiß bei einem Sulzer-Schuss (47.) in Überzahl und wenig später Marcel Ohmann mit einem Abstauber vor dem Grizzly-Tor (50.) bauten den Vorsprung der Kölner auf 3:0 aus.

Mit dem Sieg stellten die Rheinländer als Siebter den Kontakt zu den regulären Playoff-Plätzen her und sammelten Selbstvertrauen für die Partie am Dienstag bei den Eisbären Berlin.

Krefeld unterliegt dem Meister

Die Krefeld Pinguine konnten dagegen nicht an den Sieg gegen Hamburg vier Tage zuvor anknüpfen. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht unterlag Meister Adler Mannheim im Abendspiel mit 4:7 (1:3, 2:2, 1:2) und hat nach dem 33. Spieltag bereits 18 Punkte Rückstand auf einen (Pre-)Playoff-Platz.

Daniel Pietta (7.) bescherte den Pinguinen zunächst einen Einstand nach Maß, doch spätestens nach der Führung nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Mathieu Carle (9.), Danny Richmond (11.), Ryan MacMurchy (16.) und Christoph Ullmann (27./28.) sorgten mit ihren Treffern für eine komfortable 5:1-Führung der Mannheimer, ehe Krefelds Herberts Vasiljevs (34.) und Pietta (37.) vor dem Schlussabschnitt noch einmal verkürzten. Die Pinguine kamen durch Andreas Driendl (52.) noch einmal bis auf ein Tor heran und drückten auf den Ausgleich. Doch nach einem Mannheimer Doppelschlag durch MacMurchy (58.) und Jochen Hecht (59./Empty net) war das Spiel entschieden.

red | Stand: 03.01.2016, 17:07