Phoenix Hagen gewinnt im Endspurt

Hagens Elliott (r.) beim Korbleger gegen Braunschweig

Basketball, BBL

Phoenix Hagen gewinnt im Endspurt

Nach enttäuschendem Start beißen sich die Basketballer von Phoenix Hagen zurück ins Spiel und gewinnen am Ende 85:72 gegen Braunschweig. Die Baskets Bonn sind beim 72:109 bei Meister Bamberg chancenlos.

Phoenix Hagen holte sich nach dem klaren Sieg gegen Bonn zum Jahresausklang auch im ersten Spiel des neuen Jahres in der Basketball-Bundesliga (BBL) ein Erfolgserlebnis. Allerdings machten es die Hagener am Sonntag (03.01.2016) beim 85:72 gegen Tabellennachbar Basketball Löwen Braunschweig extrem spannend.

Nach ordentlichem Start leistete sich Phoenix einen Aussetzer und geriet bis zum Ende des ersten Viertels mit 18:32 in Rückstand. Braunschweig hielt den Vorsprung und legte sogar zwischenzeitlich ein paar Punkte drauf.

Phoenix-Lauf im dritten Durchgang

Zu Beginn des dritten Viertels lagen die Löwen beim 57:37 mit 20 Punkten klar vorn. Ein 14:1-Lauf brachte das Team von Trainer Ingo Freyer aber wieder heran und kurz vor der Sirene zum Ende des vorletzten Viertels verkürzte Hagens Spielmacher Adam Hess mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf auf 61:62.

Phoenix war wieder dran und mit einem Drei-Punkt-Spiel nach Korbleger und Freiwurf brachte Center Darius Covington die Hagener beim 66:64 acht Minuten vor Schluss erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Die Gastgeber zeigten in der Schlussphase den größeren Willen und die stärkeren Nerven.

Toller Schlussspurt

Youngster Jonas Grof mit zwei guten Aktionen unter dem Korb, Ivan Elliott mit einem Tip-In und Spielmacher David Bell mit einer Einzelaktion zum 78:68 sorgten knapp drei Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. Braunschweig traf nichts mehr, dazu angelte sich Hagen die Rebounds und sicherte sich so den 85:72-Sieg.

Phoenix hatte in Bell (21 Punkte) und Covington (17) seine besten Werfer und rückte mit dem zweiten Sieg in Folge als Zehnter wieder an die Playoff-Plätze heran. Am nächsten Spieltag geht es für das Freyer-Team zum starken Aufsteiger Gießen 46ers.

Bonn hält nur zu Beginn mit

Bambergs Spielmacher Wanamaker läuft auf die Bonner Abwehr zu

Bamberg mit Spielmacher Wanamaker (l.) dominierte Bonn.

Die Bonner Hoffnungen auf eine Überraschung bei Meister Bamberg währten dagegen nur ein Viertel. Danach waren die Baskets chancenlos. Am 17. BBL-Spieltag unterlagen die Bonner am Ende deutlich mit 72:109.

Dabei spielten die Gäste im ersten Abschnitt richtig gut mit. Eine starke Wurfausbeute hielt die Baskets aus dem Rheinland immer in Schlagdistanz und wäre da nicht die schlechte Rebound-Bilanz von 4:10 gewesen, hätte das Team von Interimstrainer Carsten Pohl vielleicht sogar besser als mit 29:33 nach den ersten zehn Minuten da gestanden.

Bamberg zu stark

Während Euroleague-Starter Bamberg im zweiten Durchgang in der Offensive stark weiter spielte, verloren die Bonner zunehmend den Faden. Einfache vergebene Chancen, Turnovers und verpasste Rebounds machten den Gästen zu schaffen, so dass der Favorit seinen Vorsprung bis zur Halbzeit auf 64:44 ausbaute.

Damit war die Partie frühzeitig entschieden. Bamberg schaltete im Verlauf der folgenden Viertel einen Gang zurück, ohne an Dominanz zu verlieren. Bonns Coach gab wie sein Bamberger gegenüber auch jungen Spielern Einsatzzeiten. Letztlich setzte sich bis zum 109:72 die größere Qualität des Meisters durch.

Nächster Gegner: Ulm

Bonn, für das Langston Hall mit 13 Zählern die meisten Punkte erzielte, blieb nach der zweiten deutlichen Niederlage binnen weniger Tage der Anschluss an die obere Tabellenhälfte verwehrt. Im nächsten Spiel treffen die Baskets am Sonntag, 17. Januar im heimischen Dome auf Ulm.

red | Stand: 03.01.2016, 18:54