Polizei kämpft gegen Unfälle

Schwerpunktkontrolle auf der Autobahn A1

Polizei kämpft gegen Unfälle

Drei Wochen lang will die Polizei in Münster ab Montag (01.02.2016) den Kontrolldruck auf der A 1 erhöhen. So sollen die Unfallzahlen gedrückt werden. Auf der Autobahn zwischen Osnabrück und Hamm gab es im letzten Jahr mehr als 100 Verletzte.

Zu schnell, nicht angeschnallt, zu geringer Abstand, das sind nur einige der Verstöße, auf die die Polizei bei ihrer Schwerpunktkontrollaktion ein besonderes Augenmerk haben will. Im Fokus der Beamten steht buchstäblich alles, was Autofahrer im Verkehr falsch machen. Deswegen hat die Polizei auch Drogen- und Alkoholkontrollen angekündigt. Im Visier steht auch die Ablenkung durch Smartphones. LKW-Fahrer müssen sich auf Überprüfungen der Lenk- und Ruhezeiten sowie der Ladungssicherheit einstellen.

"Mehr als 100 Verletzte"

Eine Kontrolle der Polizei wird auf einem Rastplatz an der A1 durchgeführt. Im Hintergrund steht ein Polizist und kontrolliert einen LKW.

Die Polizei kontrolliert Lenk- und Ruhezeiten

Mit der Kontrollaktion will die Polizei Druck auf die Autofahrer machen. "Bei Unfällen im letzten Jahr starben bei uns auf der A1 bis zum Dezember drei Menschen, über 100 wurden verletzt", erläutert Einsatzleiter Andre Weiß von der Polizei in Münster. Das Ziel ist klar: "Durch die regelmäßigen Kontrollen weisen wir immer wieder auf die Gefahren im Straßenverkehr hin, um dauerhaft eine Senkung der Unfallzahlen zu erreichen." Heute starteten die LKW-Kontrollen auf dem Rastplatz Sandrup.

Strafe für Handy-Nutzung

Zwei Hände bedienen ein Smartphone im Auto

Kein Handy am Steuer benutzen

Das Thema Handy-Nutzung beim Fahren ist ein großes Thema der Kontrollen. Wer während der Fahrt das Handy in die Hand nimmt und dabei erwischt wird, muss mit 60 Euro Strafe und einem Straf-Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Das gelte auch, wenn während der Fahrt eine Navigation per Handy bedient wird, so Christoph Becker, Verkehrssicherheitsberater. Mittlerweile werde auch nach Unfällen verstärkt gecheckt, ob das Handy während der Fahrt genutzt worden sei.

Immer mehr mit Gurt

Sicherheitsgurt

Der Gurt soll bei Unfällen Schlimmeres verhindern

Beim Thema Anschnallen sind offenbar inzwischen die meisten Autofahrer einsichtig: nur noch wenige Fahrer werden ohne Gut erwischt; unangeschnalltes Fahren zieht immerhin ein Bußgeld von 30 Euro nach sich.

Stand: 01.02.2016, 20:00

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