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Service Computer - Tipps & Tricks für besseren WLAN-Empfang

WLAN Router auf einem Tisch. Im Hintergrund sitzt ein Mann und arbeitet am Laptop.

Bis in die letzte Ecke

Service Computer - Tipps & Tricks für besseren WLAN-Empfang

Von Michael Stein

Um den WLAN-Empfang in Haus oder Wohnung zu verbessern, kann ein "Repeater" helfen, der das Signal an schwer zugängliche Stellen bringt. Aber auch im Router selbst lässt sich etwas machen, damit das WLAN störungsfrei läuft.

Sprechen mit der Box

Als erstes sollte man sich das Einrichtungs- und Wartungsprogramm seines Routers näher ansehen. Man erreicht es meistens, indem man seinen Internet-Browser startet und die Adresse des eigenen Routers in die Befehlszeile tippt. Manche Hersteller vergeben einen richtigen Namen (z. B. "fritz.box", "easybox"), bei anderen muss man die IP-Adresse des Routers aufrufen. Ist diese nicht bekannt, lässt sie sich ermitteln:

Windows:

  • Startmenü aufrufen
  • ins Suchfeld cmd eingeben
  • im Befehlszeilen-Fenster ipconf /all eingeben
  • IP-Adresse des Routers steht hinter "Standard-Gateway"

Mac OS X:

  • im Apple-Menü Über diesen Mac aufrufen
  • Systemeinstellungen aufrufen
  • Icon Netzwerk anklicken
  • im erscheinenden Fenster unten rechts Weitere Optionen ...  anklicken
  • im nächsten Fenster den Reiter TCP/IP anklicken
  • IP-Adresse des Routers steht unter Router

Freien Kanal wählen

Das Einrichtungs- und Wartungsprogramm des Routers bietet fast immer auch die Möglichkeit, den Funkkanal zu wählen, auf dem die Kommunikation zwischen Router und Geräten läuft. Beim Programm der weit verbreiteten Fritzbox sieht man dann auch, welche Kanäle besonders stark ausgelastet sind und auf welchen Kanälen die Router der Nachbarschaft senden. Wählen Sie den Kanal aus, der am wenigsten belegt ist. Die Einstellung "Automatisch" ist nicht immer die beste. Smartphones und Computer im WLAN stellen sich auf den neuen Kanal ein. Das Ergebnis ist häufig ein deutlich besserer Empfang.

Router richtig platzieren

Ein WLAN-Router sollte so aufgestellt werden, dass er nach Möglichkeit jeden Bereich von Haus oder Wohnung gut "bestrahlen" kann. Ein Router sollte für möglichst optimalen Betrieb ...

  • auf Tischhöhe stehen
  • am besten in der Mitte von Wohnung oder Haus aufgestellt sein
  • wenig Wände oder Türen durchdringen müssen
  • niemals in unmittelbarer Nähe von anderen Geräten platziert sein

Signal wiederholen

Eine gute Möglichkeit für mehr Reichweite und die Verteilung von WLAN-Signalen auch in die hinterste Ecke ist ein so genannter "Repeater". Diese kleinen Geräte werden meist direkt in eine Steckdose gesteckt und empfangen das WLAN-Signal wie jedes andere WLAN-Gerät auch. Außerdem senden Sie das Signal von ihrem Standort aus, so dass man mit einer geschickten Platzierung eines Repeaters sein WLAN enorm verbessern kann. Es gibt auch Kombi-Geräte, die Repeater, Hotspot und mobiler Router in einem sind. Diese Geräte (z. B. von D-Link oder TP-Link, ca. 30 Euro) können nämlich neben ihrem Job zuhause unterwegs in einem Hotelzimmer einen WLAN-Zugang für mehrere Endgeräte zur Verfügung stellen. Auch in Räumen, die nur einen kabelgebundenen LAN-Anschluss haben, stellen sie WLAN zur Verfügung.

Von der Steckdose in die Luft

Auch mit der "Powerline"-Technik kann man ein WLAN erweitern: Ein Sender wird in eine Steckdose in der Nähe des eigentlichen Routers gesteckt und per LAN-Kabel mit diesem verbunden. Über das Stromnetz gelangen die Internet-Signale zum Empfänger, der in der "Problemzone" in einer Steckdose steckt. Dieser sendet nun die Daten per WLAN weiter. Ein solches Set (z. B. von AVM, Devolo oder TP-Link, ca. 80 Euro) besteht aus Sender und Empfänger mit eingebautem WLAN-Modul.

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 16.09.2015, 16:05