Verdingkinder in der Schweiz - "Halts Maul, du lügst"

1943: Verdingbub mit Bauer und dessen Verwandten in den Bergen

Verdingkinder in der Schweiz - "Halts Maul, du lügst"

Hunderttausende Waisen- und Scheidungskinder, uneheliche und "milieugeschädigte" Kinder wurden in der Schweiz "verdingt" und auf Bauernhöfen teilweise wie Sklaven gehalten. Einige wurden misshandelt und missbraucht.

Verdingkinder waren rechtlos und die Schweizer Behörden kontrollierten kaum. Bis heute schweigen die meisten aus Scham. Auch die Bauernfamilien schweigen; ebenso die Behörden. Die verweigern den ehemaligen Verdingkindern zudem häufig die Auskunft über ihre leiblichen Eltern. Zahlreiche Akten sind unauffindbar oder wurden vernichtet.

Verdingkinder in der Schweiz - "Halts Maul, du lügst"

WDR 5 Dok 5 - Das Feature | 15.02.2016 | 53:06 Min.

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Produktion: DLF/HR/SWR/WDR 2013
Redaktion: Dorothea Runge

Literatur zum Thema

Marco Leuenberger/Loretta Soreglias: Versorgt und vergessen. Ehemalige Verdingkinder erzählen. Rotpunkt-Verlag 2008, 314 Seiten, 34,50 Euro

Roland M. Begert: Lange Jahre fremd: Biographischer Roman. Edition Liebefeld 2008, 296 Seiten, 38,50 CHF

Hans Oppliger: Der Makel – Geschichte eines Verdingkindes. Fischer 2007, 120 Seiten, 12,90 Euro

Monique Schneider-Monbaron: Die ersten 20 Jahre als Heim- und Verdingkind. Selbstverlag 2007, 92 Seiten

Arthur Honegger: Die Fertigmacher. Verlag Huber Frauenfeld 2004, 340 Seiten, 48,90 CHF

Dora Stettler: Im Stillen klagte ich die Welt an. Als Pflegekind im Emmental. Limmat Verlag Zürich 2004, 180 Seiten, 32,- Euro

Beat Meier: Eine (Schweizer) Kindheit. Selbstverlag, Meieresli-Verlag 2006, 345 Seiten, 20,- Euro

Lotty Wohlwend und Arthur Honegger: Gestohlene Seelen. Verdingkinder in der Schweiz. Huber Verlag Frauenfeld 2004, 196 Seiten, 42,- Euro