Elif Senel

Elif Senel - Portrait

Elif Senel

Es beginnt ja ganz oft in der Kindheit mit dem Berufswunsch, zumindest der Kern.

Ich bin aufgewachsen mit Karla Kolumna und Cevat Kelle, ihrem türkischen Pendant in einer 90er Jahre Comedysendung. Dazu kamen ein Kassettenrecorder mit Mikrophon vom Flohmarkt und ein großer Wille mit diesem Kassettenrecorder meinen Tag zu dokumentieren, meine Familie und Freunde auszufragen, Geschichten zu erfinden und in der Vorweihnachtszeit den Hymnus "Gloria In Excelsis Deo" zu singen.

Die Lust und das Prinzip waren also früh verankert, stützten sich dann auf ein Studium der Politikwissenschaft in Bonn und Frankreich, landeten durch diverse Praktika in der Realität und mit dem Programmvolontariat beim WDR gab es noch einen ordentlichen Feinschliff. 

Die Themen und meine Protagonisten haben sich verändert, aber nicht die Freude am Prinzip: Fragen zu stellen und Geschichten zu erzählen – Neugier genügt, in WDR 5!

Hier treffe ich Menschen, die in der Sahara unter wilden Tieren übernachtet, oder die Kunstgalerie gegen eine Baustelle ausgetauscht oder den ägyptischen Frühling mit den Händen gefasst haben oder Menschen, die erklären können, was die Weltmacht China in ihrem Innersten zusammenhält.

Am liebsten habe ich es, wenn möglichst viele solcher Geschichten in meiner Sendung zusammenlaufen, von meinen Gästen in der Redezeit, von Ihnen als Hörer im Tagesgespräch, die Geschichten unserer Reporter aus der ganzen Welt – kontrovers, lustig, emotional. Und ich hab auch noch ein paar Geschichten auf Lager, Neugier genügt.