1814 - Französische Herrschaft über Köln beendet

WDR 5 ZeitZeichen vom 14.01.2014

1814 - Französische Herrschaft über Köln beendet

Von Christoph Vormweg

Die französischen Besatzer hatten Köln von 1794 bis 1814 politisch modernisiert. Doch nach Napoleons Rückzug nach Frankreich zogen preußische Truppen in die Stadt. Zwei völlig verschiedene Mentalitäten prallten aufeinander.

Reiterstandbild Kaiser Wilhelm II. an der Hohenzollernbrücke

Kaiser Wilhelm II.

Konflikte zwischen den einheimischen Katholiken und den protestantischen "Stinkpreuß'" waren vorprogrammiert. Die disziplinversessenen Soldaten, die Köln zur Frontstadt gegen die Franzosen ausbauten, gingen den Bürgern genauso auf die Nerven wie die überwachungswütigen "Schnäuzerkowskis" und die rigiden Zensoren.

Doch stimmt die Legende vom durchgängigen Hass auf die Besatzer? Oder konnten die Preußen, die den "lauen Charakter" der Kölner beklagten, nicht auch Sympathien sammeln?

Immerhin genehmigten sie 1823 den ersten Rosenmontagszug und förderten ab 1842 den Weiterbau des Kölner Doms.

Redaktion: Ronald Feisel

Stand: 18.12.2013, 12:57