Liedermacher Wolf Biermann

Liedermacher Wolf Biermann

Sein Leben gleicht einer Achterbahnfahrt zwischen West und Ost. Wie kaum ein anderer erlebt er die Spannungen zwischen der sozialistischen Idee und dem realen Sozialismus.

Mit sechzehn ging er in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Gefördert von Hanns Eisler und Helene Weigel begann Biermann seine Karriere als Liedermacher. Dann fiel er wegen seiner Kritik an der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Ungnade und erhielt ein Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während seine Lieder und Gedichte im Westen gefeiert wurden. 1976 durfte er überraschend ausreisen. Doch sein Konzert in Köln diente dem SED-Regime als Vorwand für seine Ausbürgerung. Die Proteste dagegen gelten als Anfang vom Ende der DDR. Im Tischgespräch mit Michael Lohse erzählt Wolf Biermann kurz vor seinem 80. Geburtstag von seinem langen, schmerzhaften Abschied vom Kommunismus und seiner ungebrochenen Lust, sich in den Streit der Welt einzumischen.

Biermanns Autobiographie - Warte nicht auf bessre Zeiten!

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur | 07.10.2016 | 05:34 Min.

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Redaktion Florian Quecke

Literaturtipp

Wolf Biermann
"Warte nicht auf bessre Zeiten!"
Propyläen Verlag, 500 Seiten, 28 €
erschienen am 8. Oktober  

Audiotipp

Wolf Biermann & Pamela Biermann und Zentralquartett
"...paar eckige Runden drehn!"
produziert vom rbb
erscheint am 11. November

Zu dem Titel finden auch zwei Konzerte mit Freunden zum 80. Geburtstag statt:

18. November 20:00 Uhr im Berliner Ensemble
20. November 19:30 Uhr im Hamburger Thalia Theater (mit Festredner Olaf Scholz)

Liedermacher Wolf Biermann

WDR 5 Tischgespräch | 09.11.2016 | 54:22 Min.

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