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28-Stunden-Woche: wäre das was für Sie?

Stechuhr

28-Stunden-Woche: wäre das was für Sie?

Die IG Metall geht mit der Forderung nach einer 28-Stunden-Woche in die nächste Tarifrunde. Wie realistisch ist eine solche Forderung? Welche Arbeitszeitmodelle unterstützen Sie? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die IG Metall geht nicht nur mit einer Forderung nach mehr Lohn in die kommende Verhandlungsrunde: Sie will auch durchsetzen, dass Arbeitnehmer ein Recht auf eine 28-Stunden-Woche erhalten. Die Beschäftigten sollen ihre regelmäßige Arbeitszeit ohne Begründung für eine Dauer von maximal zwei Jahren reduzieren können. Danach können sie zu der ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren.

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles hat sich hinter die Forderung gestellt – schließlich befürwortet die SPD auch ein Modell der Familienarbeitszeit, das eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitsstunden auf Eltern vorsieht. Immer mehr Menschen wünschten sich, dass sie ihre Arbeitszeit "selbstbestimmt flexibler gestalten können", sagte Nahles. Der Verband der Familienunternehmer kritisierte die Forderung hingegen und warnte vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels. Gerade kleine Unternehmen könnten den temporären Ausfall ihrer Angestellten nicht ausgleichen. Ungeklärt ist auch, wer die Kosten tragen soll. Auch die Arbeitgeber wünschen sich ein neues Modell für die Arbeitszeiten, um ihre Arbeitnehmer flexibler einsetzen zu können. Und der angeschlagene Warenhauskonzern Kaufhof fordert von seiner Belegschaft sogar, für weniger Geld die gleiche Arbeit zu leisten, um das Unternehmen zu retten.

Was meinen Sie? Taugt das Konzept einer festen Wochenarbeitszeit noch in der modernen Arbeitswelt? Welche Modelle gibt es bei Ihnen im Betrieb? Welche Arbeitszeitmodelle wünschen Sie sich? Wie arbeiten Sie? Und was muss sich ändern, damit Familie und Beruf gut vereinbar sind?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Frank-Christian Starke, WDR-Arbeitsmarktexperte

Redaktion: Julia Lührs

28-Stunden-Woche: wäre das was für Sie?

WDR 5 Tagesgespräch | 12.10.2017 | 45:32 Min.

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Kommentare zum Thema

35 Kommentare

Neuester Kommentar von "Anja", 12.10.2017, 13:59 Uhr:

Wer der IG-Metall-Führung glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich habe kein Vertrauen zu denen. Sie sind 100% für die ungebremste Zuwanderung u. a. auch auf den Arbeitsmarkt und sehen es gar nicht ein, zuerst etwas für die deutschen Arbeitslosen und prekär Beschäftigten in Zeitarbeitsfirmen zu tun. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann forderte sogar: „Wer hetzt - fliegt“. Woher nimmt dieser größenwahnsinnige Vertreter der IG-Metall sich eigentlich heraus, darüber zu bestimmen? Er ist Mitglied der SPD und vertritt die gleiche Ansicht wie Martin Schulz, der behauptete, daß die Immigranten für uns "wertvoller als Gold" sind. Daß sie jetzt so tun, als ob sie etwas für die Arbeiter tun, ist dem Umstand geschuldet, daß sie von Zeit zu Zeit zeigen wollen/müssen, daß sie noch eine Daseinsberechtigung haben. Sie können bei dem Jahresbrutto, das diese hohen IG-Metall-Vertreter beziehen überhaupt nicht mehr in die Herzen eines Arbeiters schauen und ihnen ist egal, ob die Jobs durch ggf. Zuwanderung gef

Kommentar von "P und S", 12.10.2017, 13:58 Uhr:

Herr de.Maizere möchte für islam Bürger auch Feiertage einführen ,dafür werden voraussichtlich deutsche abgeschaft ,den alles geht nicht ,das macht kein Arbeitgeber mit .Die 28 stunden Woche ,ist träumerei .

Kommentar von "Ulf Lindermann", 12.10.2017, 13:56 Uhr:

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist wie die Sonne für jeden da, ganz ohne Gegenleistung. Und wie jeder weiß, erschafft die Sonne eine Menge Mehrwert in der Natur der Erde, ebenfalls ganz ohne Gegenleistung. Hingegen nennt sich die künstliche Sonne, für die man eine Geld-Gegenleistung erbringen muß: Solarium, mit all den damit verbundenen Gesundheitsrisiken und Nebenwirkungen, auf denen man für gewöhnlich als Solarien-Nutzer drauf sitzen bleibt und der Gegenleistungskassierer keinen Schadensersatz leistet. Dieses Gleichnis sei mal all denjenigen einschließlich Andrea Nahles gesagt, die alles immer nur von Gegenleistungen abhängig machen und damit unseren Planeten samt Klima dahin gebracht haben, an dessem Abgrund die zerarbeitete Erde heute mittlerweile sich befindet. Bereits aufgrund dessen haben die Menschen einen Schadensersatzanspruch namens BGE.

Kommentar von "Anonym", 12.10.2017, 13:55 Uhr:

@nie wieder spd, 12:15 Uhr: Wären Sie denn als Reicher bereit, Steuern in Deutschland zu zahlen, wenn Ihnen der Staat im Fall einer Unternehmenspleite und Privatinsolvenz nur ein schikanöses und die eigene Lebensleistung komplett existenz-vernichtendes Hartz 4-System "als Dank" für Ihre Steuerehrlichkeit bietet ? Da sorgt doch stattdessen jeder Reiche lieber selber vor, indem er die hinterzogenen Steuern besser als private Altersvorsorge hortet. Reiche wären erst dann zur Steuerzahlung bereit, wenn der Staat echte soziale Gerechtigkeit mittels Bedingungslosem Grundeinkommen einführen würde und somit das Steuersystem zu einer echten Solidargemeinschaft gemacht würde, von der jeder Bürger was hat. Denn da hätte dann auch der Reiche eine finanzielle Absicherung für den Fall, daß er mal selber in eine Notlage gerät.

Kommentar von "Wer will denn sowas", 12.10.2017, 13:51 Uhr:

Die bessere Alternative: Die Drehstuhl-Fraktion. Wer noch 28 h präsent sein will, kann ebenso viel zu Hause bleiben. Die Wirkkraft reduziert sich u.a.U. Der Tag, die Chronologie. Erst mal eintreffen, wenn überhaupt. Worauf der Zeitverlust verarbeitet werden muss, den homo famulus auf den Fahrstreifen erlitten hat. Direkt im Anschluss Frühstück. Persönlich, vertraulich & professionell in die Zeitung schauen; Happy Burnout. Nur rasch die triftigsten Apps & die KaffeeMaschine starten. Dann geht’s los. Ist alles organi-iert. Zeit sparen heißt die Apphilfe. Mehrere interne Telefonate organisieren. Der Blick aufs Handgelenk meldet Essen, MittagsPause. Denk: Hoffentlich haben die was Gescheites. Dabei meint mein Hirn: Was ist mit den bedürftigen Menschen in den PflegeHeimen. Werden die zeitgemäß durchgepflegt. Habe die Info, dass es bald dgl wie automatische Dusch-Installation geben soll. TransportBänder wie fürs Auto, nur im Rollstuhl. R.I.P.

Kommentar von "Manfred Hermann", 12.10.2017, 13:48 Uhr:

Mit einer Gemeinwohl-Ökonomie funktioniert eine Staat-Gemeinschaft ganz gut. Hierfür braucht jeder nur 50 Stunden im Monat beizutragen und alle wären versorgt. Umgerechnet in Geld sind es 1.000 Euro Grundeinkommen (50 Stunden x 20 Euro) im Monat. Darüber hinaus sollte es jedem selbst überlassen sein, wo er seine weiteren 100 Stunden arbeitet oder auch nicht. Dies kann dann auch Familienarbeit sein. Von jedem Einkommen gehen Heute schon 50 % in Steuern und Sozialabgaben. Wenn von jedem Einkommen über das Bedingungslose Grundeinkommen hinaus 50 % an Steuern und an die Sozialkasse abgeführt werden müssten, dann hätte wir diese Probleme nicht. Ein Weg zu Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur: Gemeinwohl-Währung, Gemeinwohl-Ökonomie, Bedingungsloses Grundeinkommen.

Kommentar von "P und S", 12.10.2017, 13:46 Uhr:

Wer die 28 Stunden Woche will ,gibt jeden Arbeitgeber zu verstehen das Sie oder Er ersetzbar ist ! Eines Tages dürfen sich diese Arbeitnehmer nicht wundern ,das Jemand anderes ,die Arbeit übernimt ,oder durch noch mehr Automatisierung ,der Arbeitsplatz weg fällt ! Das Bedinglose Grundeinkommen lehne ich ab ,wer nicht arbeitet bekommt nichts ,wir haben seit 2015 schon genug Menschen ,die fürs Nichtstun Geld bekomen ,alles muss finanziert werden von nichts kommt nichts ! Habe 50 1/2 Jahre ohne Fehlzeiten gearbeitet ,mit meiner Rente kann ich gerade leben ,große Sprünge wie ich es früher konnte ,ist nicht mehr ! Unser Jamaika Partei möchte ja noch mehr vom Volk ungewollte Gäste einladen und das kostet Geld (Steuern ) .

Kommentar von "Ulf Lindermann", 12.10.2017, 13:28 Uhr:

Das, was Andrea Nahles an Bedingungslosem Grundeinkommen in Deutschland einspart, muß sie stattdessen an Industrie-Subventionen und an bürokratiekosten-aufgeblähtem Sozialleistungssumpf an Milliarden Steuer-Euros aufwenden. Da können Schildbürger noch so einiges lernen von Andrea Nahles. Aber zumindest versteht diese SPD-Dame etwas von der eigenen Arbeitsplatzsicherung mit allerlei Schilda-Maßnahmen auf Kosten anderer.

Kommentar von "Turne bis zur Urne", 12.10.2017, 13:04 Uhr:

Wer die Arbeit einer 40-Stundenwoche in 28 Stunden erledigen kann, erhält den vollen Lohn nur, weil er früher stirbt und damit ohne Lohnzahlung länger tot ist. Für die Belegschaft im Warenhaus Kaufhof gilt allerdings die flexible Sonderregelung, dass sie für den vollen Lohnausgleich eine höhere Arbeitsleistung erbringen muss, um die Boni der Konzernleitung sozialverträglich zu retten. Und für das Berufsbeamtentum muss es dann eine Sondervergünstigung als humanen Ausgleich für die mangelnde Regenerationsrate durch die Verkürzung der Dienstzeit auf 28 Stunden geben. Denn es ist zwar für ein sozialverträgliches Frühableben durchaus möglich, fester zu arbeiten, aber ein noch festerer Büroschlaf als der des deutschen Amtsschimmels gilt in Deutschland bereits als ein sicheres klinisches Todeszeichen.

Kommentar von "Anonym", 12.10.2017, 13:01 Uhr:

Es gibt sicher Tausend gute Gründe, warum Arbeitszeitverkürzung und bedingungslose Grundeinkommen nicht funktionieren, aber nur einen guten, warum wir beides trotzdem brauchen: Es ist besser für die Menschen! Für alle Menschen!

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