Wie denken Sie über die Entwicklung der AfD?

Pressekonferenz der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zur Bundestagswahl 2017 in Berlin

Wie denken Sie über die Entwicklung der AfD?

Die AfD jubelte am Sonntagabend: Mit 94 Abgeordneten zieht sie in den Bundestag ein, doch der Streit um Frauke Petry verändert die Partei, was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Frauke Petry hat für die AfD eins von drei Direktmandaten der Partei geholt, in Sachsen war die AfD bei der Bundestagswahl stärkste Partei. Am Montag gab Petry bekannt, dass sie der Fraktion ihrer Partei im Bundestag nicht angehören werde. Gestern (26.9.2017) erklärte sie, genau wie ihr Ehemann Marcus Pretzell, aus der Partei austreten zu wollen. Pretzell ist AfD-Chef in Nordrhein-Westfalen. Die AfD wählte unterdessen Alice Weidel und Alexander Gauland zu ihren Fraktionsspitzen im Bundestag.

Wahlforscher haben analysiert, dass drei von fünf AfD-Wählern die Partei aus Enttäuschung gegenüber etablierten Parteien gewählt haben. Eine Erosion der Volksparteien ist offensichtlich. Vor allem im Ruhrgebiet hat die SPD dramatisch verloren, aber auch die CDU hat große Verluste hinnehmen müssen.

Haben die etablierten Parteien die Kritik an ihnen verstanden? Wird allgemein zu viel über die AfD gesprochen? Wenn Sie AfD gewählt haben, was waren Ihre Beweggründe? Falls Sie AfD gewählt haben: Betrachten Sie Ihre Stimme als verloren - oder reichte es Ihnen, den anderen einen Denkzettel zu verpassen? Wie beurteilen Sie die jüngsten Entwicklungen in der Parteienlandschaft? Wird die AfD als Partei Bestand haben oder ist sie nur so lange Protestpartei, bis die großen Parteien die Wähler wieder verstehen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Universität Kassel

Redaktion: Mark vom Hofe / Jessica Eisermann

Wie denken Sie über die Entwicklung der AfD?

WDR 5 Tagesgespräch | 27.09.2017 | 47:19 Min.

Download

Kommentare zum Thema

116 Kommentare

Neuester Kommentar von "Anja", 27.09.2017, 13:59 Uhr:

@Kommentar von "lisbet, 54", heute, 13:51 Uhr: Franz-Joseph-Strauß-Sprüche wären heute "Nazi"!

Kommentar von "MarcoM", 27.09.2017, 13:59 Uhr:

@"Martin Weidner", 13:11 Uhr: "Meine Mutter würde kein Pflegegeld bekommen, wenn es das neue Pflegegesetz nicht gegeben hätte. Millionen anderen geht es auch so. Das ist ein Beispiel für viele gute Gesetze der letzten 4 Jahre." ~~~ Ja, aber das war ja auch längst überfällig gewesen. Es ist ja nicht so, dass das Thema Pflegereform ganz überraschend auf dem Tisch kam. Die langjährig versprochene Reform des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, für die seit Mai 2009 ein abgestimmter 'amtlicher' Vorschlag vorlag, wurde per 'Verfahren' von einer Wahlperiode in die nächste weitergereicht. Insbesondere wurde der schwere Fehler von 1995 korrigiert, als man Demenz aus dem Pflegebegriff herausdefinierte. 1995 diente aber in erster Linie zur Privatisierung der Pflegeversicherung. Wurde dieser schwerer Fehler etwa durch das Pflegestärkungsgesetzen angegangen? Oder hatt man diesen Fehler eher nur etwas abgemildert?

Kommentar von "Rechtspopulistischer Shitstorm als olympische Disziplin?", 27.09.2017, 13:59 Uhr:

Da die Hürde für ein Verbot rechtsextremistischer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht fast so hoch ist wie die für die Zulassung einer Partei, die die real existierenden wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der Unter- und unteren Mittelschicht vertritt, anstatt nur ablenkenden Frustabbau durch rassistischen und völkisch-nationalistischen Shitstorm anzubieten, gilt hierzulande für den extrem neoliberalen und verfassungsfeindlichen Rechtspopulismus und damit natürlich auch für die AfD weiterhin das olympische Motto, "Schneller, stärker, weiter". Und für das selbstgefällige Diäten-Privileg des berufspolitischen Diensteifers gegenüber den Interessen der zahlungsfähigen und sogar der betrügerischen Lobbys aus dem Banken- und Industriekomplex gilt nun sogar verstärkt die von allen rechtsstaatlichen Gewissensbissen befreite Devise, "Dabei sein ist alles", die in Verbindung mit der traditionell beliebten Vorfahrtsregel, "Rechts vor Links", die deutsche Leitkultur geprägt hat.

Kommentar von "1 Geisterfahrer? Etliche ...", 27.09.2017, 13:57 Uhr:

@Anonym", heute, 11:54 Uhr: „am besten mal die Vita von Frau Petry und Herrn Prezell lesen: Er ehemaliges FDP Mitglied mit Finanzproblemen - Sie Privatinsolvenz. Jetzt ziehen sie 4 Gehälter … Bei der FDP sehe ich ähnliches bei Herrn Lindner - Insolvenz vgl. Wiki.“ -- > Lebensläufe weiterer führender Grüner“: J. Trittin, Soziologe, unter Rot-Grün fachfremder Laiendarsteller in der Rolle des (un-)verantwortlichen Ministers für Umwelt und Reaktorsicherheit. Predigt ein Leben lang pauschal + undifferenziert, wie gefährlich „die“ Atomkraft sei, ließ aber nach dem Attentat vom 11.09. 2001 die alten Siedewasserreaktoren einfach am Netz. MdB-Bezüge + Minister-Rente. Schuftet weiter, ihr Grün-Wähler! Claudia Roth: Nach 2 Sem. Studium der Theaterwissenschaft abgebrochen, ohne Quali an einigen Bühnen assistiert, 3 Jahre ohne betriebswirtschaftliche Ausbildung “Managerin“ einer Polit-Popgruppe, auch sonst keine Berufsausbildung. Bezüge als MdB und Bundestags-Vizepräsidentin. Mir wird schlecht.

Kommentar von "An "Livia", heute, 13:25 Uhr: ", 27.09.2017, 13:56 Uhr:

Sie haben ja so Recht! Ich wohne (noch) in NRW. Selber kenne ich nur Leute die, wenn Sie es könnten, sofort wegziehen würden. Ihre Zukunftsaussichten für NRW sind größtenteils schon Realität. Das Wort ÜBERFREMDUNG und Babylonische Sprachendurcheinander sowie Parallelgesellschaft haben alle in NRW ihren Uhrsprung. Anfangs als Übertrieben und unrealistisch nicht ernst genommen bin Ich seit meinem letzten Besuch im Arabisch,Afrikanisch und Osmanischem Ruhrgebiet von der Wahrheit dieser Begriffe durch eigene Erlebnisse überzeugt worden. Falsche Entwicklung seit Jahren. In 30 Jahren wird NRW völlig Multikulti (ohne die Bösen Deutschen) sein. Gut das ich dann hier weg bin:-)

Kommentar von "Ignaz-Denket um!", 27.09.2017, 13:55 Uhr:

Ich kenne und erlebe genug Menschen aus allen Parteien, die privat ganz nett sind, von deren politischen Anschauungen einem nur schlecht werden kann, es sind das nicht nur Wähler der AFD, in allen Parteien gibt es Gute und Schlechte.

Kommentar von "1 Geisterfahrer? Etliche ...", 27.09.2017, 13:54 Uhr:

@Anonym", heute, 11:54 Uhr: „am besten mal die Vita von Frau Petry und Herrn Prezell lesen: Er ehemaliges FDP Mitglied mit Finanzproblemen - Sie Privatinsolvenz. Jetzt ziehen sie 4 Gehälter … Bei der FDP sehe ich ähnliches bei Herrn Lindner - Insolvenz vgl. Wiki.“ --- > Lebensläufe weiterer grüner „Führungsfiguren“: Johannes Remmel, Lehramtstudium in Geschichte Religion und Sport versucht (also die Klientel, die in der Oberstufe Mathe und Naturwissenschaften schnellstmöglich abwählt), keinen Berufsabschluss erworben und nie in einer qualifizierten Stelle gearbeitet. Wurde ohne jeden Bezug zu Naturwiss. und Technik 7 Jahre Umweltminister in NRW, fuhr angeblich einen 100.000€ Dienst-Tesla und wird eine Minister-Rente beziehen. Eine Verhöhnung für jeden gut qualifizierten und fortgebildeten Facharbeiter, der später mit 1200,- Rente auskommen muss. +++ K. Göring-Eckard, viele J. angebl. Theologin, aber keinerlei Abschluss, Lebenslauf inzw. korrigiert. MdB-Bezüge u. wohl bald Ministerin.

Kommentar von "1 Geisterfahrer? Etliche ...", 27.09.2017, 13:52 Uhr:

@Anonym", heute, 11:54 Uhr: „am besten mal die Vita von Frau Petry und Herrn Prezell lesen: Er ehemaliges FDP Mitglied mit Finanzproblemen - Sie Privatinsolvenz. Jetzt ziehen sie 4 Gehälter … Bei der FDP sehe ich ähnliches bei Herrn Lindner - Insolvenz vgl. Wiki.“ --- > Ich empfehle auch die Lebensläufe vieler grüner „Führungsfiguren“, z.B. Oliver Krischer: “Nach Abitur und Zivildienst studierte er Biologie an der RWTH Aachen. Nach eigenen Angaben erreichte er dort keinen Abschluss. Von 1997 bis 2002 war er Mitarbeiter der MdB Michaele Hustedt. Von 2002 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landtagsfraktion NRW der Grünen im Bereich Energie.“ Also jahrelang als Immatrikulationsleiche rumgedümpelt, keinen Berufsabschluss, nie qualifiziert berufstätig gewesen oder irgendwie außerhalb von Grünen-Büros oder –Gremien gearbeitet. Reine Hochstapelei, sich „wissenschaftlicher Mitarbeiter“ zu nennen, ohne wiss. Ausbildung. Bezieht MdB-Bezüge u. droht Umweltminister zu werden.

Kommentar von "lisbet, 54", 27.09.2017, 13:51 Uhr:

Die Empörungsmaschine muss halt am Laufen gehalten werden. Mein Lieblingsspruch von Strauß: "Lieber ein kalter Krieger, als ein warmer Bruder" Da würde die 500paffzig-verschiedene-Geschlechter Gender-Kommune heutzutage aber aufquieken. ###@Kommentar von "Arnold Eich", heute, 13:04 Uhr: Haben die etablierten Parteien die Kritik an Ihnen verstanden ? Frau Merkel, das ist mal sicher, Nein ! Was ein Franz-Josef Strauss vor allem in der Ära der SPD-Kanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt, gesagt hat, würde sich heute kein AfD-Politiker trauen. Kostproben gefällig ? ,

Kommentar von "1 Geisterfahrer? Etliche ...", 27.09.2017, 13:49 Uhr:

Petry hat den Fehler ihres Lebens gemacht, dass sie mit Lucke die Auseinandersetzung gesucht hat statt mit ihm am realpolitischen Strang zu ziehen. Hätte man die Lucke- und Henkel- Richtung gemeinsam weiter beibehalten, hätten wir am Sonntag eine koalitionsfähige, wirkliche Partei-Alternative zur nicht mehr vorhandenen christlich-demokratischen Union gehabt. (Schöne Idee übrigens von einem Hörer hier, sie jetzt XDU zu nennen!).Jetzt ereilt sie selbstverschuldet das gleiche Schicksal. Wird sie jetzt die BETA-Partei gründen? Gibt’s die ALFA von Lucke überhaupt noch? Frau Petry, Sie haben Sch…. gebaut und Deutschland eine Chance genommen, die links-grüne Republik zu stoppen. Ich konnte mich jedenfalls nicht durchringen AfD zu wählen. Zu viele sind einfach zu krass.

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12