Österreich wählt - was erwarten Sie?

NEOS-Chef Matthias Strolz, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek

Österreich wählt - was erwarten Sie?

Österreich steuert wohl auf eine politische Wende zu. Bei den Nationalratswahlen könnten die Wähler für einen politischen Kurswechsel sorgen und die Große Koalition abwählen. Was erwarten Sie von der Wahl? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Laut Umfragen dürfte die SPÖ von Bundeskanzler Christian Kern am Sonntag (15.10.2017) zur großen Verliererin werden. Favorit ist ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz, der mit seinen 31 Jahren Österreichs jüngster Kanzler aller Zeiten werden würde. Der politische Neuanfang könnte in einer Rechts-Regierung mit der FPÖ bestehen, eine Neuauflage der Koalition von 1999.

Umfragen sehen die rechtspopulistische FPÖ mit ihrem Chef Heinz Christian Strache als größten Profiteur des Zweikampfes zwischen Kern und Kurz. Strache hatte zu Beginn seiner politischen Laufbahn intensive Kontakte zu österreichischen und deutschen Neonazis. Umfragen sehen seine FPÖ bei rund 25 Prozent der Stimmen. Bundespräsident Alexander van der Bellen (Grüne) hat bereits angekündigt, dass er keinen FPÖ-Politiker mit der Regierungsbildung beauftragen will.

Wohin steuert Österreich, eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen? Gerade erst hat Wien eine Klage gegen die deutsche Autobahnmaut angekündigt - das angeknackste Verhältnis könnte noch weiteren Schaden nehmen.

Was erwarten Sie von der Wahl und wie blicken Sie nach Österreich? Wie gespalten ist das Land politisch? Darf ein Politiker mit Kontakten ins Neonazi-Milieu an der Regierung einer europäischen Demokratie beteiligt werden? Und was beutet diese Wahl für Europa? Was verbinden Sie mit dem Land - haben Sie dort schon mal Urlaub gemacht?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Clemens Verenkotte - Leiter ARD-Studio Wien

Redaktion: Julia Lührs

Österreich wählt - was erwarten Sie?

WDR 5 Tagesgespräch | 13.10.2017 | 45:09 Min.

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Kommentare zum Thema

75 Kommentare

Neuester Kommentar von "Anonym", 13.10.2017, 13:59 Uhr:

Im Herkunftsland eines Schicklgruber alias Hitler sollte man annehmen, dass die völkisch aufgewertete Verfassungsfeindlichkeit eine wesentliche geistige Grundlage für die Bildungs- und Leistungselite darstellt, auch wenn dieser Postkartenmaler einst nicht in seinem Heimatland, sondern in Deutschland (Braunschweig) erfolgreich seine Führerscheinprüfung abgelegt hatte, ähnlich wie der Kuckuck, der auch seine Eier gern in fremde Nester legt. Wenn also das Bildungswesen in Österreich ebenso auf die Diskriminierung der sozialen Unterschicht setzt wie in Deutschland, dann kann man natürlich kein anderes Wahlergebnis erwarten als in Deutschland. Dann wird sich auch dort besonders die vom staatlichen Bildungswesen und den Rucola-Humanisten konditionierte Unterschicht von der völkisch aufgewerteten Propaganda blenden lassen; und natürlich auch von den Medien, wenn die dort auch jede verbale Entgleisung der Rechtspopulisten zum Wohl der Quote regelrecht in einer Dauerschleife laufen lassen!

Kommentar von "Ketzerin", 13.10.2017, 13:58 Uhr:

@ Kommentar von "Ulf Lindermann", heute, 13:33 Uhr: All den vielen Gästebuch-Kommentaren zufolge hätte die AfD mit über 80 % Wählerstimmen die Wahl in Deutschland hochhaus gewinnen müssen. /// Huhu...kommen Sie mal raus aus Ihrer Glocke...Gästebücher sind Parallelgesellschaften - und hat nix mit einem repräsentativen Schnitt der Bevölkerung zu tun. Wer hat denn auch Zeit um diese Uhrzeit nahezu jeden Tag im Gästebuch Kommentare anzusondern? Ich mach Home-Office und habe meistens nebenbei das Gästebuch geöffnet. Und ich bin auch nicht repräsentativ.

Kommentar von "Ignaz-Denket um!", 13.10.2017, 13:53 Uhr:

Nach der Wahl in Österreich wird politische Landschaft wohl eine ganz andere sein, aber die liebenswerte Landschaft Österreichs mit deren liebenswerten heimatverbundenen Bewohnern wird dieselbe bleiben. Es wird in Österreich weiter sonnig, warm, regnerisch, kalt sein, oder ein rauher, kalter Wind wehen. Da es auch in Österreich mehr Menschen mit der Gabe des Glaubens und nicht mit der Gabe der Erkenntnis gibt, werden sie von den Rhetorik-Experten der Politik und den Medien auf den verkehrten, nur äußeren materiellen Weg geführt.

Kommentar von "Lothar D.", 13.10.2017, 13:51 Uhr:

@ Kommentar von "schlemil", heute, 13:06 Uhr: Was interessiert uns hier eigentlich die Wahl in Österreich? /// Nun ja...Österreich ist Nachbarland (zudem mit gemeinsamer Geschichte). Genauso wurde auch in Österreich die Bundestagswahl in Deutschland permanent diskutiert...ähnlich in Frankreich und den Benelux-Staaten. Und Wahlen in Europa - egal wo - ist natürlich interessant für Europäer

Kommentar von "Anna Schulte", 13.10.2017, 13:47 Uhr:

Ich liebe Österreich und sein Informationssystem. Ich schaue schon lange keine Tagesschau mehr. Ich schaue Zib2 und überhaupt mag ich den ORF2. Immer öfter schaue ich diesen Sender. Tagesschau sehe ich schon lange nicht mehr. Die Amerikaafine Berichterstattung von Moderatoren, die alle in Washington waren und der Atlantikbrücke angehören, tue ich mir nicht mehr an. Ich habe diese Woche das Duell u´zwischen Strache und Kurz gesehen. Es war wesentlich besser als das Duell mit 6 Moderatoren zwischen Merkel und Schulz!! Sie saßen sich ganz einfach gegenüber und mußten keine vorgefaßten Fragen stelle wie bei Merkel. Ich bewundere die Österreicher, die den Balkan geschlossen haben, sonst hätten wir noch 2 Mio. mehr Asylanten im Lande. Auch gibt es in Ö eine sehr gute Sozialversicherung, es zahlen alle ein. Es gibt dadurch keine Altersarmut, wie in Deutschland. Die Rentner bekommen 800 Euro mehr an Rente. Ich wünsche Österreich weiterhin alles Gute!!!

Kommentar von "Geronimo,Chief of Justice (translated)", 13.10.2017, 13:46 Uhr:

. . . und am Ende werdet Ihr feststellen,das man Geld nicht essen kann. Oder wie euer Häuptling Helmut Waterkant Schmidt sagte: "Menschenüberschuß" in Hinblick auf die hohe Geburtenrate in der Türkei.

Kommentar von "anonym", 13.10.2017, 13:43 Uhr:

Hoffentlich schaffen sich die Österreicher nicht selbst ab, so wie es die Deutschen derzeit machen, indem sie eine Frau Merkel wählen. Die werte Dame kann sich hierzulande doch nur in ihrem "Erfolg" sonnen, weil die Österreicher so klug waren, die Balkanroute rechtzeitig abzuriegeln. Ich wüßte nicht wie es in Deutschland mittlerweile aussähe, wäre dies nicht geschehen. Wahrscheinlich wäre hier ein einziges Chaos an Bürokratie und Wohnungsnotstand, der sich jetzt schon in seinen Ansätzen zeigt.

Kommentar von "Ulf Lindermann", 13.10.2017, 13:42 Uhr:

Auch der Streit um die deutsche Maut ist wieder mal ein Beispiel dafür, wie mißraten die EU ist. Wäre es eine echte Union, dann wären längst alle Nationalstaaten aufgelöst worden, sodaß in der gesamten EU einheitliche Gesetze gelten würden, so auch eine einheitliche Maut und Flüchtlingspolitik. Dieses ganze heutige Nationalstaatskasperletheater treibt nicht nur den Nationalismus allerorten zur erneuten Blüte, sondern wird auch die EU zerbersten lassen. Und nach Rückabwicklung der EU heißt es dann wieder mal: Außer Spesen nichts gewesen.

Kommentar von "Anna Elisa", 13.10.2017, 13:41 Uhr:

Nach der Schlammschlacht im Wahlkampf wünsche ich mir, dass Österreich am Sonntag nicht zu sehr nach rechts driftet. Ich habe zu Österreich ein eher etwas zwiespältiges Verhältnis: Beide großen Weltkriege haben uns die Österreicher eingebrockt. Der 1. Weltkrieg wurde durch das Attentat von Sarajevo ausgelöst (der österreichische Thronfolger wurde in Bosnien ermordet). Der 2. Weltkrieg wurde von einem gebürtigen Österreicher angezettelt. Man munkelte sogar, dass A. Hitler einen jüdischen Ahnen hatte (soll seine Magd geschwängert haben - ist aber nicht beweisbar!). Man hält es sogar für möglich, dass Hitler eine ganze Gemeinde im Waldviertel habe niederwalzen lassen, um genealogische Markierungen auszulöschen. Alles Geschichte – heute ist der Rechtspopulismus in Europa wieder gesellschaftsfähig geworden - mit einfachen Lösungen für das einfache Volk auf Wählerfang.

Kommentar von "Ulf Lindermann", 13.10.2017, 13:41 Uhr:

Egal, ob SPÖ, FPÖ, SPD, CDU, SED, NSDAP oder KPDSU: Alle Parteien, die sich verfassungswidrig in das Leben der Bürger anmaßend und diktatorisch hinein drängen (dazu gehört auch die grundgesetzwidrige AGENDA 2010), sollten verboten werden, weil solche Parteien eh nur Unheil über die Menschen bringen und letztendlich null probleme-lösend stets zum Scheitern verurteilt sind, wie die Geschichte Europas zur Genüge beweist. Einzig zulässig sollten daher nur noch 1 Themen-Parteien wie das auch in Österreich zur Wahl anstehende Bündnis Grundeinkommen sein, die den Bürgern eine Basis für ein menschenwürdiges Leben bieten, auf der sie sich dann frei und individuell entwickeln und selbstverwirklichen können ohne jede Partei-Ideologie und Indoktrination in den freien Willen der Bürger.

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