Was tun gegen Falschmeldungen?

Mark Zuckerberg vor dem Facebook-Logo

Was tun gegen Falschmeldungen?

Lügen und Falschmeldungen verbreiten sich in sozialen Netzwerken ebenso schnell wie echte Nachrichten. Das konnte man im amerikanischen Wahlkampf gut beobachten. Welchen Quellen vertrauen Sie? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Falschmeldungen, sogenannte Fake News, waren nicht nur ein probates Propagandamittel des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump, sondern auch in Deutschland sind Politiker Opfer von solchen Falschmeldungen. Renate Künast, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen wurde jüngst auf Facebook Opfer einer Falschmeldung im Zusammenhang mit dem Mord an einer Studentin in Freiburg. Ihr war unterstellt worden, dass sie mit dem mutmaßlichen Täter, einem afghanischen  Flüchtling, sympathisiere. Als diese Nachricht im Netz auftauchte, dauerte es drei Tage, bis Facebook einschritt.

Die Wirkung solcher Fehlmeldungen ist enorm stark. Sie befeuern Stimmungen, manipulieren Menschen und können dadurch auch Wahlergebnisse beeinflussen. Es sind täuschend echte Fälschungen und daher haben sie die gewünschte Wirkung: Menschen glauben das, was sie lesen. Fake News können im großen Maßstab automatisch produziert werden, sie werden im Netz blitzschnell tausendfach geteilt.

Im Jahr der Bundestagswahl sind diese Propagandamittel für Politiker eine echte Herausforderung. Es gibt bereits Rufe nach schärferen Gesetzen, um die Verbreitung von Falschmeldungen besser ahnden zu können. Wie kann man sich vor Falschmeldungen in sozialen Netzwerken und im Internet schützen? Welchen Quellen vertrauen Sie? Wie verifizieren Sie den Wahrheitsgehalt von Meldungen? Wie kann Facebook schärfer überwacht werden? Sollten Verfasser solcher Fake News gesetzlich zur Verantwortung gezogen werden?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar - von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Studiogast: Fiete Stegers, NDR Internetexperte

Redaktion: Beate Wolff

WDR 5 Tagesgespräch | 14.12.2016 | 45:22 Min.

Lügen und Falschmeldungen verbreiten sich in sozialen Netzwerken ebenso schnell wie echte Nachrichten. Das konnte man im amerikanischen Wahlkampf gut beobachten. Welchen Quellen vertrauen Sie? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch! Gast: Fiete Stegers, NDR Internetexperte; Moderation: Ralph Erdenberger

Stand: 13.12.2016, 16:50

Kommentare zum Thema

129 Kommentare

Neuester Kommentar von "David", 14.12.2016, 13:59 Uhr:

D i e W a h r h e i t darf nicht sterben! Wenn täglich die deutschen Zeitungen mit vier großen Buchstaben(BILD) und drei Buchstaben (FAZ) Fakes verbreiten, liegt an der Natur der Sache. Diese Zeitungen gehören den Oligarchen vom Springerverlage und FAZ-Verlag. Der kluge Bürger kauft es nicht und liest es ebenso nicht. Wenn aber die mit unseren hart verdienten Beiträgen finanzierten Medien (Radio, Fernsehen: ARD, ZDF. WDR, DLF etc.) Wahrheit verdrehen, verschweigen, Unwahrheit erzählen und uns hinters Licht führen, begehen sie furchbares Verbrechen und müssen bestraft werden. Mit unserem Geld die Wahrheit zu killen, ist strafbar. Alle Redakteure, Moderatoren, Nachrichtenverfasser, Kommentatoren, Reporter, Analytiker, die Fakten mit Füssen treten und uns betrügen, sind eindeutig Verbrecher und müssen zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden. Du darfst nichts als die Wahrheit sagen, auch wenn die Wahrheit deiner staatstragender Ideologie zuwiderläuft.

Kommentar von "Ignaz-Denket um!", 14.12.2016, 13:56 Uhr:

Was tun gegen Falschmeldungen? Ganz einfach, die Dummheit zum Teufel schicken. Ein gesunder Menschenverstand reicht vollkommen aus, der aber in der Menschheit selten anwesend ist. Die Dummheit ist ein großes Volk mit vielen Kindern. Dagegen ist das Reich der Weisheit in unserer Menschheit, eine öde und im allgemeinen gemiedene Gegend. (Robert Musil). Die Dummheit merkt nicht, das sie dumm ist, siehe nur z. Bsp. die Medien mit ihren vielen Falschmeldungen, die nur immer wieder Kinder zeugen. Es gibt viele Dummheiten, aber nur eine Weisheit, nur eine Erkenntnis, nur eine Wahrheit, usw.. Die Ursache der Falschmeldungen ist die Unkenntnis des geistig spirituellen Lebens in uns, das geistig spirituelle Leben in uns, ist der Weg-Weiser !

Kommentar von "MarcoM", 14.12.2016, 13:56 Uhr:

@"Seltsam", 13:13 Uhr: "@Kommentar von "Anja", heute, 13:00 Uhr: /// "Kein Wort davon" in den ÖR - so schreiben Sie. Seltsam....genau aus den ÖR bin ich schon vor längerem auf diese Infos gestoßen - einige der Polit-Magaziner berichteten schon vor über einem Jahr....fand etliches ausführlicher in Printmedien wie Freitag, Süddeutsche und Spiegel. Offensichtlich nehmen Sie nur wahr, was Sie wahrnehmen wollen." ~~~~ Und sie nehmen nicht die Schieflage in der Anzahl guter Beiträge - die oft genug nur eine Alibi-, eine Feigenblattfunktion ausüben; mit oder ohne Wissen des Autors (häufig letzteres, man nimmt da gerne Gastautoren) - versus den ganzen Kampagnen-, Propaganda- und AllesTollHierImWesten-DennWirSindDieGuten-UndDieAnderenDieBösen-Beiträge war. Wieviele solche Beiträge gab es denn? Und wo bzw. zur welcher Uhrzeit waren sie platziert?

Kommentar von "DeSoto", 14.12.2016, 13:53 Uhr:

Flaschmeldungen hat es immer gegeben und wird es immer gegeben. Wir werden täglich durch die Werbung reingelegt und die Politik mit ihren sinnentleerten Sprüchen tut seit den 50er Jahren nichts als manimulieren. Was soll die plötzliche aufregung? Entscheidend ist die Erziehung der Jugend zu kritischen und logisch denkenden Persönlichkeiten. Es gibt keinen andern Weg, Verbote würden automatisch zur Zensur führen, denn wer setzt die Grenzpfähle???

Kommentar von "Toni R.", 14.12.2016, 13:52 Uhr:

In letzter Zeit ist von unseren Politikern ständig unsere Rückständigkeit des Internets betreffend zu hören. Die Umwandlung zur Industrie 4.0 gehe zu langsam ... elektronische Personalausweis würde nicht von der Bevölkerung angenommen ... elektronische Bezahlung wird nur langsam angenommen. Und nun stellen die Politiker auf einmal fest, da gibt's auch Gefahren, weil Wahlen manipuliert werden können? Politiker möchten Bots verhindern? Wie? Sie gehören zur modernen Internetwelt dazu! Man kann sich die schöne Internetwelt nicht zurechtzimmern wie man es vielleicht möchte. Da hilft nur Aufklärung und Medienkompetenz bei den Bürgern. Wenn der Bürger sich ziert, die modernen Techniken zu benutzen heißt es, er ist von gestern! Und wenn Politiker sich zieren, Bots einzusetzen ... ist er vielleicht auch nur von gestern, oder?

Kommentar von "P und S", 14.12.2016, 13:52 Uhr:

An Anja Kommentar 13:36 .(Körner ) meine Bewunderung gilt immer den Franzosen mit ihren Protesten ! Das deutsche Volk ist zu willenlosen kastrierten Bürger über Jahre von den Politikern und Medien gemacht worden !

Kommentar von "Lebensunternehmer", 14.12.2016, 13:52 Uhr:

Nehme ich das „Ego“ oder den „Heiligen Geist“ als Grundlage meiner Aktivitäten. Wenn jeder Mensch nach dieser Lebensweise handeln würde, würde er schon 90 % seiner Aktivitäten jeden Tag nicht mehr machen. Ich mache bei WDR 5 auch immer wieder die Erfahrung, dass meine Beiträge auch nicht immer genehmigt werden. So war es auch gestern in der Sendung über Schulbildung. Dort habe ich geschrieben, dass wir mittlerweile genug Schuldbildung haben, was uns fehlt ist die „Herzbildung“. Anscheinend dieses kleine Wörtchen „Herzbildung“ passte nicht in die Sendung. Gradido - Natürliche Ökonomie des Leben - Ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur.

Kommentar von "MarcoM", 14.12.2016, 13:50 Uhr:

@"Wolga war schön, aber....", 12:00 Uhr - 3/3: Und bilden sich nicht gerade viele Leute ihre Meinung über Putin und Russland auf Basis dieser von mir erwähnten Hasskommentare? Ja ich weiß, sie kommen aus Russland, haben dort ganz schrecklich unter Putin gelitten, und sind jetzt froh hier zu sein, wo es doch besser ist. Das ist ja auch hier gutes Recht! Aber wie gesagt, ich bin kein Russe, sondern Deutscher, also Teil des Westens. Und immer nur mit den Fingern auf die anderen zu zeigen, während man selber tief im Dreck steckt, ist nicht so redlich. Außerdem kann ich auch einzelnen Befindlichkeiten keine Aufmerksamkeit schenken, wenn es ums Große, wenn es um die Geopolitik geht. Und als Verfechter einer multipolaren Weltordnung hat natürlich Putin, der für solch eine Weltordnung steht, bei mir nunmal eine höhere Symphatie.

Kommentar von "MarcoM", 14.12.2016, 13:50 Uhr:

@"Wolga war schön, aber....", 12:00 Uhr - 2/3: - ... ist es also nich redlicher, statt auf Putin und Russland zu schauen, auf die Verlogenheit und die Verbrechen des Westens zu schauen? Putin ist ein Tatsachenmensch vom höchsten Range. Solche muss man in der westlichen Politk mit der Riesenlupe suchen - und wir doch kaum fündig. (Was der Degeneration zu schulden ist.) Putin sagt klipp und klar - nicht verlogen - dass es ihm in erster Linie um die Interessen Russlands gehe, und dass er zur Verteidigung dieser zum Allerletzten bereit sei. Verweist aber immer zu Recht darauf, wie oft er dem Westen die offene Hand entgegengestreckt hat. Aber es gibt nunmal Kräfte bei uns, die den Konflikt, den Krieg mit Russland wollen.

Kommentar von "MarcoM", 14.12.2016, 13:49 Uhr:

@"Wolga war schön, aber....", 12:00 Uhr - 1/3: So, Besprechung war schönerweise doch nicht so lang wie befürchtet. ~~~ "@Kommentar von "MarcoM", heute, 11:41 Uhr: ### Warum bemühen Sie sich eigentlich so Putin permanent in Schutz zu nehmen - gar reinzuwaschen?" ~~~~ Weil ich mich nicht erinnern kann, dass Putin sich jemals hingestellt und behauptet hätte, Russland sei diese "besondere und auserwählte" Nation, die dazu bestimmt sei, der Welt Frieden, Demokratie, Freiheit & Eierkuchen zu bringen. Putin behauptet nicht, er und Russland seien doch die Guten, denen es nur um Menschenrechte und humanitäre Interventionen ginge. Aber der Westen tut dieses. Und ich bin Teil dieses degenierten und vollkommen verlogenen Westen (das Resultat des Sieges des Angelsächsischen in der westlichen Welt - da "lobe" ich mir sogar die Nazis: diese waren wenigstens ehrlicher, die haben andere Länder überfallen, weil sie behaupteten, sie seien rassisch überlegen; der "gute Westen" macht das heute, weil e ...

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