Stadt oder Land - wo lebt es sich besser?

"Bezahlbare Mieten" und "Soziale Stadt" steht in Berlin an einer Wand am Kottbusser Tor in Kreuzberg.

Stadt oder Land - wo lebt es sich besser?

Landluft statt Abgase, Vogelgezwitscher statt Hupkonzert, günstig Wohnen, womöglich mit eigenem Garten, statt hoher Mieten: Stadt oder Land, wo lebt es sich besser? Diskutieren sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Zum ersten Mal seit 20 Jahren ziehen mehr Deutsche aus den großen Metropolen weg als hinzu. Auf den ersten Blick ist es irritierend: Seit Jahren wird von der Landflucht gesprochen. Davon, dass ganze Landstriche veröden, abgehängt werden, ja ausbluten. Nun deuten aber vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes darauf hin, dass sich eine seit 2015 beobachtete Trendwende verfestigt: Das Wanderungssaldo für Großstädte, also die Differenz aus Zu- und Fortzügen ist negativ. Raus aufs Land? Bei den zum Teil aberwitzig hohen Mietpreisen für Wohnungen in den größeren Städten fällt vielen die Entscheidung nicht mehr ganz so schwer. Sie wollen lieber billiger und schöner wohnen, und verzichten auf die Vorteile der Großstadt: Schnell ins Kino, eben noch ein Theater, - oder Museumsbesuch, mit Freunden noch spät auf ein Getränk treffen?

Am heutigen WDR 5 Thementag wollen wir wissen: Wo lebt es sich, Ihrer Meinung nach, besser, auf dem Land oder in der Stadt? Welche Gründe gibt es für die Stadtflucht, was spricht für das Landleben? Und was reizt besonders am Leben in der Stadt?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar - heute von 11:00 bis 14:00 Uhr.

Gast: Dagmar Hänel, Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Stadt oder Land - wo lebt es sich besser?

WDR 5 Tagesgespräch | 13.09.2016 | 45:20 Min.

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Kommentare zum Thema

55 Kommentare

Neuester Kommentar von "Hugo", 13.09.2016, 13:59 Uhr:

Nur ein Phantast kann kommt zu der Auffassung, dass Deutsche sich zwischen Land und Stadt einfach so entscheiden können. Er kommt von einer anderem Planet. In der realen Welt entscheidet darüber Portemonnie#:

Kommentar von "Oliver K:", 13.09.2016, 13:59 Uhr:

Dem tagtäglich irrsinnigen Massenpendelverkehr zwischen Land und Stadt entgegenwirken mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen ! Das BGE würde es den Landbewohnern auch ermöglichen, aus dem ruinösen Wachstumswahn auszusteigen und untereinander ein wachstumsfreies Selbstversorgungsnetzwerk vom Tante Emmaladen über Poststation und Friseur bis zur Apotheke zu unterhalten, ohne daß all das wegen Existenzsorgen wieder wie einst zu grunde gehen würde. Denn egal wie die Selbstversorger-Jobs auf dem Land verlaufen würden umsatzmäßig, wäre immerhin das BGE als Existenzgrundlage vorhanden und würde niemanden mehr vom Land in die Städte vertreiben.

Kommentar von "Hörer", 13.09.2016, 13:58 Uhr:

Ich bin so froh, dass wir der mittlerweile verrotteten Stadt Köln den Rücken gekehrt haben und mit großen Garten und großer Ruhe auf dem Land leben! Eine tolle Lebensqualität. In die Stadt fahren wir i. Ü. mit der Bahn - schneller als innerhalb der Stadt selbst (mit dem Auto)!

Kommentar von "Gunar", 13.09.2016, 13:56 Uhr:

Leider gingen sowohl der WDR5-Mann Forte als auch sein LVR-Gast von einem völlig falschem Ansatz aus. Es ist zu falsch zu behaupten, dass Bürger beim Wohnen zwischen Stadt und Land entscheiden können. Diese Möglichkeit haben nur Besserverdiener aber nicht Leute mit Kleineinkommen: Arbeitslose, Hartz4-Empfänger, Minijobber, Eineurojobber, Zeitarbeiter, Kleinverdiener. Rentner etc. Wie können Forte und sein LVR-Gast so naiv sein, von so einer solchen Prämisse auszugehen? Niemand möchte freiwillig an einer Verkehrsstraße leben und täglich Opfer von Lärm, Abgas, Stickstoff, Feinstaub zu werden. Woher sollen Arbeitslose, Hartz4-Empfänger, Minijobber, Eineurojobber, Zeitarbeiter, Kleinverdiener. Rentner etc. das Geld herbekommen, sich ein winziges Eigenheim auf dem Land zu bauen. Millionen sind daher gezwungen, sich Terror der Straße auszuliefern und sich damit abzufinden.

Kommentar von "Vom lebenswerten Leben", 13.09.2016, 13:56 Uhr:

Wenn die Frage nach dem besseren Leben auf dem Land oder in der Stadt gestellt wird, dann lautet die Antwort sowohl ein Landhaus in idyllischer Natur mit schnellem Breitbandanschluss als auch eine Stadtwohnung in zentraler Lage, weil dann die Fahrten zwischen den beiden Wohnlagen in Zeiten außerhalb der Stoßzeiten vorgenommen werden können. Für jene Unglückseligen, die weder mit dem goldenen Löffel geboren wurden noch zu den in Deutschland steuerbegünstigten Besserverdienern gehören bleibt nur die Entscheidung zwischen der sozialen Problemzone nahe der Großstadt und der von allen guten Geistern abgeschiedenen Wohnung janz weit draußen mit regelmäßigem zeitraubenden Pendelverkehr zum prekären Arbeitsplatz verbunden mit sozialverträglichem Frühableben aufgrund dieser durch Stress zermürbenden und gesundheitsschädigenden Reiseaktivität. Dieses prekäre menschliche Leben wird aufgrund der gesetzeswidrigen Preisgestaltung durch die Vermieter in ihren Wahlmöglichkeiten weiter eingeschränkt.

Kommentar von "Facel", 13.09.2016, 13:52 Uhr:

„Landluft statt Abgase, Vogelgezwitscher statt Hupkonzert, günstig Wohnen, womöglich mit eigenem Garten, statt hoher Mieten: Stadt oder Land, wo lebt es sich besser?“ --- Selten ist so viel zusammengemixt worden in nur einer Frage: Stadtluft wird immer sauberer und Landluft unerträglicher, bei Gülletagen oder schlechter Windrichtung vom Schweinemäster! Günstiger Wohnen vermasseln uns Politiker durch ihre ungebremste Kreativität für Energie- und Brandschutzauflagen, in einem Land, in dem es äußerst selten brennt. Bin fasziniert von Städtern, die wegen eines Gartens aufs Land ziehen und diesen nicht nutzen, außer als Standfläche fürs Grillen. Günstiger Bauen durch Nachverdichtung politisch fordern und nicht die Bauämter unter Kontrolle haben, die dies durch Unsinns-Einschränkungen verhindern. Besser lebt es sich wie es der münsterländsche Landadel mal vormachte: Landsitz und Stadtwohnung, oder Kompromiss: Häuschen auf dem Lande sehr nahe einer Stadt

Kommentar von "P und S", 13.09.2016, 13:52 Uhr:

Hier in NRW ,ist es einfacher anzukommen ,wie in anderen Bundesländern ,klar als zahlender Urlauber ist man in vielen gern gesehen ,als Zugereister ist es meist schwer ! Zu den BL zähle ich Baden Württemberg ,Bayern und Friesland ! Daher bleibe ich meinem Geburtsland BL NRW treu trotz vieler neuen Herausforderungen !

Kommentar von "Durch KFZ-Abgase Lungengeschädigter", 13.09.2016, 13:47 Uhr:

Die Häuslebauer vom Land verpesten mit ihren Karossen die Städte, die sie täglich ansteuern.

Kommentar von "Anonym", 13.09.2016, 13:45 Uhr:

@ Kommentar von "Oliver K:", heute, 13:29 Uhr: Damit Dörfer wieder zu ihrer einstigen Landidylle zurück finden und nicht mehr länger der verlängerte Arm des wirtschaftspolitischen Wachstumswahns der Großstädte sind von emissionsintensiven Industrieansiedlungen hinter´m Dorf bis hin zur alles vergüllenden Massentierhaltung, kann auch da nur das Bedingungslose Grundeinkommen Abhilfe schaffen, um den Menschen so eine echte Lebensalternative zum krank machenden Wachstumswahn der Großstädte bieten zu können. -------------------------- Wer will denn dann noch notwendige unangenehme Arbeiten durchführen, beispielsweise den Müll entsorgen oder morgens sehr früh aufstehen, damit zum Frühstück die frischen Brötchen auf dem Tisch liegen können? Derjenige könnte nur mit viel Geld gelockt werden, was die Preise erhöhte.

Kommentar von "P und S", 13.09.2016, 13:37 Uhr:

Wer nur aufs Land zieht um dort angeblich preiswerter zu wohnen , ist auf dem falschen Weg ,die Nachteile sind grösser als die Vorteile ! Wohl überlegtes Handeln ist gefragt ,so wie im allgemeinem Leben ! Mein sollte alles abwägen ,den das Landleben kann im Endeffekt Bauchschmerzen bereiten so wie ein Loch im Geldbeutel !

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