Das miese Geschäft mit der Wohnungsnot

Heruntergekommenes graues Wohnhaus

Das miese Geschäft mit der Wohnungsnot

Extrem heruntergekommene Häuser voller Müll und Chaos, ohne Strom und Wasser, dafür mit überteuerten Mieten. Die Armut ist groß. Diese ausbeuterische Form des Immobilienmarkts ist im gesamten Ruhrgebiet allgegenwärtig.

Als Schrottimmobilien werden diese Häuser bezeichnet. Ihre Bewohner – oft Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien - sprechen kaum Deutsch, viele beziehen Sozialleistungen.

Die Mietpreise in Gelsenkirchen liegen bei rund fünf Euro pro Quadratmeter. Die Osteuropäer zahlen für die heruntergekommenen Wohnungen oft das Doppelte und leben mit bis zu zehn Personen in einer kleinen Wohnung.

Leidtragende sind die Bewohner, aber auch die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Eine Schrottimmobilie in der Nähe der eigenen Wohnung verändert das Leben in der Straße.

Die Stadt Gelsenkirchen hat dieser Geschäftemacherei nun den Kampf angesagt. Ein harter Kampf, der gerade erst richtig begonnen hat.

Gäste:

  • Uwe Gerwin, Referatsleiter Zuwanderung Stadt Gelsenkirchen
  • Kay Grimm, Pfarrer der Evangelischen Gemeinde Duisburg-Hochfel
  • Melahat Simsek, Autorin WDR Hörfunk und Fernsehen

Moderation: Beate Kowollik und Olaf Biernat
Redaktion: Johannes Kirsch und Ralf Becker

Stadtgespräch aus Gelsenkirchen: Schrottimmobilien im Ruhrgebiet

WDR 5 Funkhausgespräche | 12.10.2017 | 55:52 Min.

Download

Stadtgespräch: Schrottimmobilien im Ruhrgebiet
Was tun gegen das miese Geschäft mit der Wohnungsnot?
Datum: Donnerstag, 12.10.2017
Ort: Consol Theater Gelsenkirchen
Bismarckstraße 240
45889 Gelsenkirchen
Beginn: 20.05 Uhr
Ende: 21.00 Uhr
Karten:

Eintritt frei

Stand: 08.09.2017, 12:05