Yosemite National Park

Yosemite National Park

Für viele USA-Touristen ist er der Nationalpark schlechthin: Mehr als vier Millionen Menschen besuchen jedes Jahr den Yosemite Nationalpark vier Autostunden östlich von San Francisco.

Yosemite National Park, USA

Die riesigen Granitfelsen, die kristallklaren Wasserfälle und die Jahrtausende alten Mammutbäume haben unser Bild der USA nachhaltig geprägt. Heute muss die Parkverwaltung versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen dem Ansturm der Touristen und dem Schutz dieses einzigartigen Stücks Natur.

Die riesigen Granitfelsen, die kristallklaren Wasserfälle und die Jahrtausende alten Mammutbäume haben unser Bild der USA nachhaltig geprägt. Heute muss die Parkverwaltung versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen dem Ansturm der Touristen und dem Schutz dieses einzigartigen Stücks Natur.

Das Tal war schon vor 8.000 Jahren von Indianern besiedelt - Yosemite heißt wörtlich übersetzt “Sie sind Mörder” - so bezeichnete einer der Stämme einen verfeindeten anderen. In den 1850er Jahren kamen die ersten Touristen. Und im Grunde wurde hier die Idee der Nationalparks geboren, erzählt Scott Gediman vom National Park Service. Das war, als Präsident Lincoln 1864 das Gesetz mit Namen “Yosemite Grant” unterzeichnete.

Die Erschließung für Touristen war der Natur allerdings nicht immer zuträglich. So wurden beispielsweise asphaltierte Straßen gebaut, direkt bis an die Sequoia-Bäume. Mit dem Ziel, die Natur wieder mehr zu schützen, wurde die "Mariposa Grove" vor zwei Jahren gesperrt, um die Asphaltstraßen durch Wurzel-freundliche Holzwege zu ersetzen. Doch auch so gibt es im Park jede Menge zu sehen: den halbkugelförmigen Berg "Half Dome" ...

... den Häuptlingsfelsen "El Capitan", dessen Gipfel sich 2.300 Meter über den Meeresspiegel erhebt und 1.000 Meter aus dem Tal herausragt ...

... und Wasserfälle wie den "Vernal Fall", der fast 100 Meter in die Tiefe stürzt und dabei das Tal des "Merced River" in einen Nebel aus Wassertröpfchen taucht und so malerische Regenbögen entstehen lässt.

Das Besondere: Die Besucher können auf einem schmalen Pfad über den Fels die gesamte Höhe des Wasserfalls erklimmen und so ein Gefühl für die Naturgewalt bekommen. "Mist Trail" (Nebelpfad) heißt die Tour auf den Wanderkarten.

In der letzten Eiszeit hat sich ein Gletscher durchs Yosemite-Tal gewälzt und ihm dabei seine Form gegeben.

Heute wälzen sich vor allem Touristenmassen durch die prachtvolle Landschaft - mehr als vier Millionen sind es im Jahr.

Der große Andrang ist ein Problem: Im Sommer, besonders am Wochenende, reiht sich im Park Auto an Auto, Stoßstange an Stoßstange. Der National Park Service tut, was er kann, um die Zahl der Autos auf einem erträglichen Maß zu halten: Es gibt Shuttlebusse mit umweltfreundlichem Hybridantrieb, die kostenlos zwischen den großen Parkplätzen im Zentrum des Tals und den beliebtesten Attraktionen pendeln.

Aber letztlich lässt sich das Problem nicht lösen, sagt der Park Ranger: Ein Besuch im Yosemite Nationalpark sei eben durch nichts zu ersetzen, kein Video und kein Foto auf dem Computer. "Wir haben eine doppelte Mission hier im Park: Wir wollen die Natur erhalten und schützen – und sie den Menschen zugänglich machen, damit sie sich daran erfreuen können."

Stand: 17.03.2017, 10:02 Uhr