12.45 - 13.00 Uhr Presseclub - nachgefragt

Mit dem Luxuszug durch Afrika

Mit dem Luxuszug durch Afrika

Mehrmals im Jahr rattert ein luxuriös ausgestatteter Sonderzug der südafrikanischen Eisenbahngesellschaft Rovos mit gut betuchten Gästen von Kapstadt nach Daressalam.

Victoria Fälle (Simbabwe)

Der britische Unternehmer Cecil John Rhodes ließ vor über hundert Jahren eine Bahnstrecke quer durch Afrika bauen. Sie führt auch an den gewaltigen Victoria Wasserfällen vorbei. Rhodes wollte, dass die Passagiere beim Vorbeifahren den Sprühnebel der Fälle auf der Haut spüren könnten.

Der britische Unternehmer Cecil John Rhodes ließ vor über hundert Jahren eine Bahnstrecke quer durch Afrika bauen. Sie führt auch an den gewaltigen Victoria Wasserfällen vorbei. Rhodes wollte, dass die Passagiere beim Vorbeifahren den Sprühnebel der Fälle auf der Haut spüren könnten.

In der tansanischen Hafenstadt Daressalam wartet der Zug Pride of Africa bei der Ankunft der Gäste auf einem eigenen Bahnsteig. Zur Begrüßung wird Sekt gereicht. Die Stimmung ist entsprechend ausgelassen.

Die Bahngesellschaft Rovos hat eigens eine Kapelle engagiert, die während der Ankunft der Gäste mit afrikanischen Rhythmen für gute Laune sorgt.

Restaurantchef und Sommelier Aubrey Phuti ist nicht nur für Essen und Trinken zuständig. Mit breitem Lächeln und stets bester Laune ist er auch die Seele des Zuges.

Der Panoramawagen ist ein beliebter Aufenthaltsort während der langen Reise. Der stilecht im Flair der Belle Époque gehaltene Wagon bietet tolles Ambiente und gemütliches Beisammensein an einer eigenen Bar.

1.300 PS leistet die Hauptlokomotive des Rovos-Zuges. Dahinter folgt die zweite Lok, dann kommen zweiundzwanzig Wagons. Fast einen halben Kilometer lang ist der Pride of Africa. Beim Stop in Kapiri Mposhi wird er gewartet.

Sie sind dafür verantwortlich, dass der Service an Bord reibungslos abläuft. Die südafrikanischen Mitarbeiter an Bord leisten jeden Tag einen tollen Job.

Wie eine luxuriöse Fata Morgana rollt der Zug durch die ärmlichen Siedlungen Ostafrikas entlang der Strecke.

Das Hochland Sambias ist grün und kaum besiedelt. Die Menschen nutzen die Bahntrasse und deren Brücken über die Flüsse auch, um von Dorf zu Dorf zu wandern.

Sobald der Rovos-Zug auftaucht, strömen von allen Seiten die Kinder hebei, um ihn zu begrüßen und den Passagieren zuzuwinken.

Wenn der Zug an einer Station hält, werden nicht nur Serviearbeiten erledigt und Proviant eingekauft. Wie hier in Makambako gibt es auch Ausflüge zu Fuß. Heute ist gerade Markttag.

Abendstimmung, während der Pride of Africa am Sambesi entlangfährt.

Während der Reise besuchen die Passagiere auch diverse Nationalparks wie hier den Chobe in Botswana. Es sind die besten Gelegenheiten, die Tierwelt Afrikas live zu erleben.

Bei den Victoria Fällen erklärt der schwarze Darsteller eines Bauingenieurs, welchen Schwierigkeiten die Erbauer der grandiosen Brücke vor einhundertzwölf Jahren ausgesetzt waren.

Jeder der zweiundzwanzig Wagons trägt Schriftzug und Emblem der Rovos-Bahngesellschaft.

Autoren: Sven Weniger und Michael Marek

Stand: 09.02.2017, 12:45 Uhr