Wie steht es um die Zukunft des Christentums?

Wie steht es um die Zukunft des Christentums?

Zum 500. Jahrestag der Reformation stellt sich die Frage, wie aktuell welche Form des Glaubens heute ist. Wie steht es um die Zukunft des Christentums in einer religiös pluralen Welt?

Heute, sagt Wolfgang Huber, wird deshalb eher nach der Zukunft der Religion als nach der des Glaubens gefragt, weil der christliche Glaube nirgendwo in der Welt mehr mit einem Monopolanspruch auftreten kann – so wie die Religionen insgesamt kein Monopol auf die Beantwortung letzter Fragen mehr haben. Bei uns gibt es einerseits eine fortschreitende "Entkirchlichung" und eine "Ermüdung" religiöser Gemeinschaften; andererseits durchaus ein großes Interesse an Glaubensfragen; drittens auch verschiede Varianten von neuem Fundamentalismus. Im Zuge der Säkularisierung der Gesellschaft existieren säkulare und religiöse Optionen nebeneinander – und in Konkurrenz. "Damit wird auch der Glaube zur Option". Tradition und Sozialisation entscheiden nicht mehr allein über die Wahl einer religiösen Option. "Anziehend wirkt eine christliche Kirche dann, wenn ihre Lebensform überzeugt."

Wolfgang Huber

Der Theologe Wolfgang Huber

Dafür brauche es die „starke Vorstellung“ einer selbstbewussten Kirche, die soziale Wandlungen und kulturelle Herausforderungen der Gesellschaft annimmt. Und eine "öffentliche Theologie", die ihre Überlegungen verschanzt, sondern unter die Leute bringt.

Welche Bedeutung hat die Religion in einer säkularisierten Welt? Wie steht es um die Zukunft des Christentums? Was müssen christliche Kirchen bieten, um auch in Zukunft noch eine starke Option zu sein?

Hörer können mitdiskutieren unter 0800 5678 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.

Redaktion: Gundi Große

Literaturhinweis:
Wolfgang Huber: "Glaubensfragen. Eine evangelische Orientierung".
C.H. Beck Verlag, 2017

Mit Zukunft? - das Christentum

WDR 5 Das philosophische Radio | 27.01.2017 | 53:48 Min.

Download

Stand: 27.01.2017, 20:05