Sollte der Mensch optimiert werden?

Sollte der Mensch optimiert werden?

Die Transhumanisten träumen von einer möglichst optimalen Verbesserung des Menschen mit Hilfe von Wissenschaft und Technik. Was ist dran an dieser Idee?

Transhumanisten, sagt der Philosoph Stefan Lorenz Sorgner, teilen die Grundhaltung, dass der Gebrauch von Techniken die Grenzen des Menschscheins entscheidend erweitern kann. Sie glauben, dass dies im Interesse des Menschen ist, weil es auch die Möglichkeiten, ein gutes Leben zu führen, verbessert. Dabei geht es insbesondere auch um die Verlängerung der Lebensspanne. Manche Transhumanisten sprechen sogar von Unsterblichkeit. Dies bezeichnet Sorgner jedoch als eine Utopie, die man eher als rhetorisches Mittel betrachten sollte, um Aufmerksamkeit zu erregen. Machbar ist dagegen (schon heute) manch anderes: die Optimierung körperlicher, geistiger und auch emotionaler Fähigkeiten. Stichwort: Enhancement. Diese Entwicklung, die weiter voran schreitet, wirft schwerwiegende moralische Fragestellungen auf.

Lorenz Sorgner

Der Philosoph Lorenz Sorgner

Zum Beispiel die nach der Gerechtigkeit – wer soll wann davon profitieren, inwieweit wird das von finanziellen Mitteln abhängen? Auch bioethische Fragen müssen geklärt werden – die zum Beispiel, ob im Bereich der genetischen Optimierung Selektion stattfinden darf, und wenn ja – welche?

Wie also umgehen mit den Möglichkeiten des Enhancement? Wie weit darf der Mensch den Menschen optimieren? Der Transhumanismus – eine gute Idee?

Hörer können mitdiskutieren unter 0800 5678 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.

Redaktion: Gundi Große

Besser? - Transhumanismus

WDR 5 Das philosophische Radio | 06.01.2017 | 54:23 Min.

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Stand: 06.01.2017, 20:05