Das philosophische Radio mit Carlos Fraenkel

Carlos Fraenkel

Das philosophische Radio mit Carlos Fraenkel

Durch die Globalisierung wird die Welt kleiner – zugleich verschärfen sich Konflikte, die durch kulturelle oder religiöse Unterschiede bedingt sind. Kann die Philosophie die Lage entschärfen?

Carlos Fraenkel, geboren 1971, deutsch-brasilianischer Philosoph, der in Kanada lehrt, hat Workshops auf fünf Kontinenten veranstaltet, um grundlegende philosophische Fragen genau da anzugehen, wo die Konfliktlinien besonders scharf sind, etwa bei muslimisch-palästinensischen Studenten in Jerusalem.

Fraenkels Idee ist, zwischen verschiedenen Gruppen philosophische Debatten im Geist des Fallabilismus zustande zu bringen. Dabei handelt es sich um eine seit der Antike bekannte erkenntnistheoretische Methode, deren Vertreter davon ausgehen, dass es nie eine letzte Gewissheit zu einem Thema gibt, dass ein Irrtum immer und überall möglich ist.

Deshalb müssen eigene Überzeugungen und die des Gegenübers immer wieder hinterfragt und überprüft werden. So entstehen Verständnis, Toleranz, Empathie – und möglicherweise Gemeinsamkeit auch bei konträren Positionen.

Welchen Nutzen hat die Philosophie in einer zerrissenen Welt? Die philosophische Debatte – eine Methode, um gegen Krisen und Konflikte anzukommen?

Hörer können mitdiskutieren unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.

Redaktion: Gundi Große

Literaturhinweis:
Carlos Fraenkel: "Mit Platon in Palästina: vom Nutzen der Philosopie
in einer zerrrissenen Welt".
Hanser Verlag, 2016.

Konstruktiv? - vom Nutzen der Philosophie in einer zerrissenen Welt

WDR 5 Das philosophische Radio | 15.04.2016 | 55:34 Min.

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Stand: 15.04.2016, 20:05