1945: Zwölf Millionen neue Mitbürger

 In der Nachkriegszeit aus der Tschechoslowakei vertriebene Sudetendeutsche bei ihrer Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland (undatiertes Archivfoto ohne Ortsangabe).

1945: Zwölf Millionen neue Mitbürger

"Wir schaffen das", sagte Kanzlerin Merkel und läutete ein, was ihr dann als unkoordinierte Willkommenskultur vorgehalten wurde. Wie wurde über die Flüchtlinge berichtet - und wie 1945, als schon einmal sehr viele kamen?

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zwölf Millionen Menschen nach Deutschland - als Flüchtlinge. Sie landeten irgendwo bei Verwandten, Bekannten, wurden einquartiert, wo auf kleinstem Raum Menschen angeblich zusammen leben konnten und sollten.

Der damalige Rundfunk im Westen und im Osten berichtete - teilweise unterschiedlich, teilweise mit erstaunlichen Zeugnissen von den hier Lebenden, wie mit den Neubürgern umgegangen werden sollte. Parallelen zu 2015 und den teilweise prekären Wohnsituationen lassen sich ausmachen.

Das Hans Bredow-Institut in Hamburg hat zusammen mit dem Deutschen Rundfunkarchiv alte Reportagen durchforstet und das Thema "Flucht und Vertreibung im Rundfunk" beleuchtet.

Wolfgang Steil hat die Reportagen angehört und mit den Historikern und Rechercheuren gesprochen.

Autor: Wolfgang Steil

Redaktion: Mark vom Hofe

Zwölf Millionen neue Mitbürger

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 23.06.2017 | 20:55 Min.

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