Das Gesundheitsprojekt Templin

Eingang zum Sana Krankenhaus  in Templin (04.09.2014), am Tag der Eröffnung des RegioMedZentrums

Das Gesundheitsprojekt Templin

Ambulante medizinische Versorgung hier, stationäre Versorgung da. Was kranke Menschen wirklich brauchen, geht dabei oft unter. In Templin in Brandenburg wird die medizinische Versorgung vom Kopf auf die Füße gestellt.

Besonders in ländlichen Regionen leben immer weniger Menschen. Auf dem Land leben außerdem mehr Ältere als im Bundesdurchschnitt. Das stellt die Gesundheitsversorgung vor große Probleme. Es fehlen nicht nur Fachkräfte. Die bestehenden Strukturen sind bei ständig sinkenden Bevölkerungszahlen kaum noch finanzierbar. Deshalb entstehen gerade im ländlichen Raum neue innovative Konzepte.

In Templin in Brandenburg wird in einem Modellversuch eine neue Gesundheitsversorgung für Ältere aufgebaut, die alle vorhandenen Möglichkeiten im ambulanten und stationären Bereich verzahnt. Da gibt es ganz unkompliziert ambulante Versorgung im Krankenhaus, das fließen die Informationen zwischen ärztlichen und zum Beispiel physiotherapeutischen Stellen unkompliziert hin und her. Im Ergebnis könnten dann alle notwendigen Gesundheitsdienstleistungen vor Ort erbracht werden: Nicht nur preiswerter als bei einer rein stationären Versorgung, sondern auch noch besser. Denn die falschen wirtschaftlichen Anreize für Behandlungen oder Operationen bei niedergelassenen Ärzten oder im Krankenhaus entfallen.

Das Innovationsprojekt schafft allen Beteiligten neue Möglichkeiten: Die Hausärzte können mehr Therapien verordnen, als sonst von den Kassen bezahlt werden. Durch das Projekt ist das Klinikpersonal besser ausgelastet. Und die Patientinnen und Patienten müssen ihre gewohnte Umgebung für eine Behandlung im Krankhaus nicht verlassen.

Jutta Schwengsbier hat sich das Modellprojekt in Templin angesehen.

Autorin: Jutta Schwengsbier

Redaktion: Ursula Daalmann

Zum Wohl! - Das Gesundheitsprojekt Templin

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 16.03.2017 | 17:28 Min.

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