Die hohe Kunst des Rücktritts

Margot Käßmann

Die hohe Kunst des Rücktritts

Rücktritte von hohen Ämtern sind keine Seltenheit. Manchmal wirken sie wie eine Flucht nach vorn, manchmal wie ein mehr oder weniger geordneter Rückzug. Den Gründen dafür ist der Journalist Moritz Küpper nachgegangen.

Markus Küpper

Erprobte 'Handlungsanweisungen' für die Beendigung von Karrieren gibt es nicht. Ob Papst oder König, Fußballtrainer oder Politiker: Die Frage, ob es einen idealen Zeitpunkt und eine ideale Form für den Rückzug aus einem hohen Amt gibt, stellt sich in Kirche und Sport, in Wirtschaft und Politik aber gleichermaßen. Ein Rücktritt ist immer ein Akt der Hygiene.

Seinen Hut zu nehmen, kann durchaus ein Signal von Stärke sein. Umgekehrt beschädigt ein beharrlich verweigertes Karriereende die Person ebenso wie das Amt. Moritz Küpper hat die Erfahrung gemacht, dass es schwer ist, mit Menschen über das erlebte oder geplante Ende einer Karriere zu reden. Sich damit jenseits aller Tabuisierung zu beschäftigen, hält er allerdings für unabdingbar: "Nur dann besteht die Chance, die Fäden des Rückzugs selbst in der Hand zu halten."

Lesetipp:
Moritz Küpper – Rücktritte: Über die Kunst, ein Amt zu verlassen. Baden-Baden: tectum Verlag, 2017.

Redaktion: Ursula Daalmann

Die hohe Kunst des Rücktritts - Moritz Küpper

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 09.11.2017 | 27:48 Min.

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