"Grünes Gold" - das Geschäft mit Ackerland in Äthiopien

Hunternde Frau vor Maissäcke

"Grünes Gold" - das Geschäft mit Ackerland in Äthiopien

Die Ernährung aller Erdbewohnerinnen und -bewohner stellt eine große Herausforderung dar. Eigentlich ist genug für alle da - wenn nicht die Verhältnisse so kompliziert wären, weiß dder Filmemacher Joakim Demmer.

Joakim Demmer

Der schwedische Regisseur Joakim Demmer traute seinen Augen nicht, als er vor sieben Jahren auf dem nächtlichen Flughafen von Addis Abeba eine seltsame Verlade-Aktion sah: Ausgerechnet in Äthiopien, dem Land der großen Hungersnöte, wurden heimlich Nahrungsmittel auf dem Rollfeld in Richtung Europa verladen, während gleichzeitig Hilfsgütertransporte aus Europa landeten, die für die hungernden Äthiopier gedacht waren. Das war der Beginn einer spektakulären Recherche. Längst kaufen internationale Spekulanten Ackerland in Afrika, Lateinamerika und Asien. Demmer deckte die tragische Geschichte vom „grünen Gold“ auf, dem endlichen Ackerland, auf das sich Investoren weltweit stürzen. Der Preis für die ehemaligen Besitzer ist hoch: Menschen werden enteignet und zwangsumgesiedelt. „Das grüne Gold“, sein bewegender Dokumentarfilm, startet heute. am 5. Oktober 2017, im Kino. Eine Redezeit über Abgründe und schockierende Wahrheiten und was die deutschen Rentenkassen damit zu tun haben, dass Menschen in Äthiopien enteignet und entrechtet werden.

Redaktion: Gundi Große

"Grünes Gold" - das Geschäft mit Ackerland in Äthiopien

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 05.10.2017 | 27:34 Min.

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