Wo Land und Wasser zusammenfließen

Wo Land und Wasser zusammenfließen

Inmitten des mittelamerikanischen Riffs liegen an der Nordküste von Honduras die Cayos Cochinos - übersetzt: Schweine-Inseln. Es ist das zweitgrößte Riff weltweit. Ein maritimes Naturschutzgebiet und Wohnort etlicher Garifuna-Familien.

Garifuna Fischer auf Booten

Von Sambo Creek starten die meisten touristischen Tagestouren zu den Cayos Cochinos. Sie liegen rund 25 km von der Küste entfernt, inmitten des mittelamerikanischen Riffs. Am frühen Morgen sind vor Sambo Creek schon etliche Garifunas in ihren Booten unterwegs. Fischfang gehört zu ihren Traditionen. Sie leben vom Meer. Und viele sind noch heute in ihren kleinen Cayucos, den selbstgezimmerten Kanus unterwegs.

Von Sambo Creek starten die meisten touristischen Tagestouren zu den Cayos Cochinos. Sie liegen rund 25 km von der Küste entfernt, inmitten des mittelamerikanischen Riffs. Am frühen Morgen sind vor Sambo Creek schon etliche Garifunas in ihren Booten unterwegs. Fischfang gehört zu ihren Traditionen. Sie leben vom Meer. Und viele sind noch heute in ihren kleinen Cayucos, den selbstgezimmerten Kanus unterwegs.

Auf dem Weg zu den Cayos Cochinos. Eine knappe Stunde dauert die Anfahrt. Das erste Eiland ist zu sehen. Ein kleiner Sandklecks inmitten des Meeres - von der Größe gibt es mehrere unter den insgesamt 13 Eilanden und zwei Inseln. Diese Kleckse sind seit ein paar Jahren Drehorte für Reality Shows.

Der Cayo Menor - die kleine Insel - ist die erste Station für die Touristen. Hier unterhält die Honduranische Korallenriff-Stiftung ihre Forschungsstation und ein Touristeninformationszentrum. Alle Touristen werden hier registriert, sie erhalten eine kurze Einführung in die Flora und Fauna des Naturschutzgebiets und müssen eine Parkeintrittsgebühr entrichten.

Kurz vor Chachahuate warten die Pelikane auf die Fischer und deren Fang. Sie stürzen sich auf die ausgenommenen Eingeweide am Ufer. Ein Garifuna kommt in seinem Cayuco angefahren. Er hat sich Kochbananen von der Hauptinsel geholt.

Chachahuate liegt vor uns. Dicht an dicht wohnen hier die Garifuna-Fischer mit ihren Familien in einfachen Häusern mit Palmdächern und Sandboden. Sie leben vom Meer und von den Touristen. In einer kommunalen Kantine gibt es leckeren Fisch oder andere traditionelle Garifuna-Gerichte.

Betty Jaime bereitet den frisch gefangenen Fisch für das Mittagessen vor. Er wird in Kokosöl gebraten. Als Beilage gibt es frittierte Kochbananenscheiben, sowie ein Gemisch aus Reis und roten Bohnen mit geriebenem Kokosnuss-Mus. Dazu noch etwas Salat, wenn genug vom Einkauf auf dem Festland übrig ist.

Schulbeginn in der Grundschule in East End auf dem Cayo Mayor, der größten Insel. Fernando Velasquez ist dort der einzige Lehrer für sechs Klassen, die er in zwei Räumen unterrichtet. Als erstes verteilt er Schulmaterialien. Alles Spenden von Gästen, die irgendwann hier vorbeikamen und seine Arbeit seither unterstützen.

Fernando Velasquez ist der einzige Lehrer an der Grundschule für sechs Klassen, die er in zwei Räumen unterrichtet.

In einem Projekt hat die Grundschule Mangroven unmittelbar am Strand angepflanzt. Damit will Francisco bei den Schülerinnen und Schülern Verantwortungsgefühl für ihre Umwelt schaffen.

2008 wurden die Sprache, die Tänze, das Essen und die Musik der Garifunas in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Vor allem mit ihren Tambores - ihren Trommeln, begleiten sie die Tänze. Die Tourismusindustrie vermarktet die Kultur und es sind in der Regel Garifuna-Tanzgruppen, die auf der Nachbarinsel Roatan für die einfahrenden Kreuzfahrtschiffe tanzen.

Abendstimmung im Garifunadorf Sambo Creek auf dem Festland. Die Sonne geht unter. Die Kinder spielen noch am Strand. Gleich wird es dunkel.

Stand: 29.08.2017, 17:11 Uhr