Marokko - zwischen Tradition und Moderne

Palmen stehen auf dem Mittelstreifen der Avenue Mohammed V. in Rabat,

Marokko - zwischen Tradition und Moderne

Marokko - ein Land zwischen Tradition und Moderne. Einerseits neue Industrien, Gemüseplantagen, Tourismus, erneuerbare Energien, aber: Ein Wohlstandsgefälle, das für Unmut bei den jungen Leuten sorgt.

Das nordafrikanische Königreich Marokko ist auf dem Weg in die Moderne. König Mohammed VI., seit 18 Jahren auf dem Thron, setzt auf wirtschaftliche Entwicklung und auf politische und gesellschaftliche Reformen.

Er hat Straßen, Flughäfen und Häfen modernisiert, Investoren aus Europa ins Land geholt, die Rechte der Frauen gestärkt. Er schickt seine Beamte auf Anti-Korruptions-Seminare nach Deutschland, lässt sich von deutschen Fachleuten beim Aufbau von Berufsberatung und -ausbildung helfen, bei der Stärkung von regionaler Selbstverwaltung und bei der Integration von Flüchlingen aus der Subsahara.

Marokko gilt als "Reformchampion", als Leuchtturm und Vorbild für die Entwicklung anderer afrikanischer Staaten -einerseits. Andererseits wächst im Land die soziale Ungleichheit, die Frustration der Jugend, die Zahl der Auswanderer.

Jeder zehnte Marokkaner lebt heute im Ausland, zumeist in Europa. Noch mehr träumen davon. Die junge Generation scheint hin- und hergerissen zwischen Tradition und Moderne. Doch es gibt auch Beispiele, die zeigen, wie beides zusammen passen kann.

Autor: Jan-Uwe Stahr


Redaktion: Mark vom Hofe

Marokko - zwischen Tradition und Moderne

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 14.11.2017 | 18:45 Min.

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