Alles für ein Baby?

 Im Biologischen Labor des Zentrums für Reproduktionsmedizin an der Universitätsfrauenklinik in Leipzig.

Alles für ein Baby?

Am 18./19.2.2017 findet in Berlin die Messe "Kinderwunsch Tage" statt. Dort werden Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin präsentiert, auch solche, die hier verboten sind. Die Redezeit mit Erika Feyerabend von Bioskop.

Ein großer Teil der Aussteller bei den "Kinderwunsch Tagen" kommt aus dem Ausland, aus Spanien, Estland oder der Ukraine. Sie preisen unter anderem Eizellspenden und Leihmutterschaft an. Dass die deutsche Gesetzeslage einen florierenden Medizintourismus ins nahe oder ferne Ausland nach sich zieht, schafft für Politiker wie Mediziner eine unbefriedigende, dennoch nicht leicht zu lösende Situation. Für Erika Feyerabend wäre eine Lockerung der deutschen Gesetzeslage eindeutig der falsche Weg. Es gebe kein Recht auf wunscherfüllende Medizin, sagt die Wissenschaftsjournalistin und Sozialwissenschaftlerin. Ihre Kritik lenkt den Blick auf medizinische Praktiken, die den Körper eines Menschen den Interessen eines anderen dienlich machen. Dabei geht es für sie um Grundhaltungen: Es könne doch gesellschaftlich nicht wünschenswert sein, dass der Körper einer Frau oder deren Eizellen vermarktet werden und ein Kind als "Produkt" definiert wird, das bestimmte 'Qualitätskriterien' erfüllen muss."

Redaktion: Ursula Daalmann

Alles für ein Baby?

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 14.02.2017 | 27:33 Min.

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