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Das Fahrrad - auf dem Weg zum Statussymbol?

The Tweed Run: Klassisch gestylte Männer touren mit dem Fahrrad durch London.

Das Fahrrad - auf dem Weg zum Statussymbol?

Die Idee war revolutionär, zwei Räder, verbunden mit einer Holzstange, ein Sattel, vorne ein Lenker. Das war vor 200 Jahren der Beginn des Fahrrads. Die Draisine, die Karl Drais erfunden hatte, war noch ohne Pedale. Ein Laufrad.

Doch die anfängliche Begeisterung verebbte, das neue Spielzeug konnten sich ohnehin nur das reiche Bürgertum und der Adel leisten. Es dauerte rund hundert Jahre bis das Fahrrad in Deutschland wieder Zuspruch in allen Schichten fand, und zu DEM Massenfortbewegungsmittel wurde. Lange galt das Fahrrad vor allem als praktisch. Es sollte funktionstüchtig sein. Doch die Dinge ändern sich. Immer häufiger sind sie individuell, Ausdruck der Persönlichkeit seines Fahrers, am besten handgefertigt. Mit allerlei schickem Schnack. Ob das Fahrrad im Retrostil, das Hightech-Bike mit Zahnriementechnik, ein Singlespeed oder Fixie – das Fahrrad ist nicht mehr bloß Alltagsgegenstand, es ist ein Liebhaberstück, ein Statussymbol – und eine Geldanlage. Manche Männer sollen auf ihrem Weg von und zur Arbeit das Falt-Fahrrad sogar wie eine Handtasche bei sich tragen, konnte unser Autor Ingo Zander in Erfahrung bringen.

Das Fahrrad - auf dem Weg zum Statussymbol?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 09.06.2017 | 19:04 Min.

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Autor: Ingo Zander

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic